bündten , von den gröfsten Mächten Europa’« behandeltund geehrt wurden. Der berühmte Jost von Sillinen(s. Bern , Granson , Konstanz) wurde 1484. Bischofvon Sitten, nachdem er vorher schon Bischof von Gre-noble gewesen war. Er baute die Schlösser Martinachund St. Mauriz , legte im Lötschthale ein Silberberg-werk an, bekriegte den Graf von Arona , wurde in demOssolathal bey Punicello von den mailändischen Haupt-leuten blutigst geschlagen, und durch das I’artheyhauptGeorg uf der Fine aus Wallis vertrieben. Aut ihnfolgte als Bischof Niholas Schinner , und auf diesenim J. 1500. dessen Neffe Mathias Schinner ( s. fer-nen ) welcher in den Begebenheiten und schrecklichenKriegen der damaligen Zeit eine so grofse Rolle spielte(s. über ihn den Geschichtschreiber Guicciardini), undam Ende auch durch die demagogischen Künste desGeorg uf der Flue aus Willis vertrieben wurde. AmEnde traf diesen mächtigen Georg dasselbe Schicksal,und er starb verbannt 1529. zu Vevay (s. Visp). DasOber-VFallis bestand, seiner innern Verfassung nach,aus einem Föderativ - Staat von VII. Zehnten (Cente-nenj*), oder Republiken, wovon sechse demokratisch,und der siebente, von Sitten nämlich, aristokratischwaren, und welche nur für die allgemeinen Angelegen-heiten durch Abgeordnete in einen Landrath jährlichzusammentraten, beratheten und die Landeshäupter cr-
*) Dieser Name stammt vom ccltischen Worte Cent , Cant,Kant (Bezirk, Krcifs); ist zugleich Wurzel des WorlsKanton.