Fanatismus als iu andern katholischen Ländern derScliweitz.
Geschichte. Die Geschichte von Wallis istaui'serst dunkel, und nie kritisch und mit Benutzungaller Urkunden, die in den Archiven des Bisthums Sit-ten und jedes einzelnen Zehnten liegen, bearbeitet wor-den. Caesar nennt die Völker von Wallis JSantuales ,Veragri und Seduni , und glaubte, dafs letztere allesLand weiter aufwärts inne hätten. Piinins nennt zuerstdas Volk, welches höher als die Seduni wohnte, Viberi,Jouberi; die Furka hicl’s Jouberus , und das Unter-Wallis von St. Maurice nach dem Bernhard liiefs Val -lis Poenina oder Pennina *). Es sind in Wallis In-schriften gefunden worden, in denen der Name Seduniund yantuates vorkömmt, aber nichts von den beydenandern Völkern. Die Römer hatten zu Maurice , Mar-tinach und Sitten ihre festen Burgen (s. diese Art.),und eine zwischen Brieg und Visp ehmals das Thalverschliefsende Mauer hält man für römisch, oder fürdie Grenze, über welche die Römer ins Ober - Wallisnicht vorgedrungen sind. Durch das Vallis Penninalief eine der grofsen Heerstrafsen aus Italien nach derScliweitz und Deutschland, Sie ging nämlich über dieAlpes penninae (den Grojsen Bernhard ), durch Octo-durutn (Martinach), Agaunum fSt. Maurice) , Penui-
*) Den Ursprung dieses Namens s. unter dem Art. Bernhard,Einige leiten das Wort Pennina von dem celtischen WortPen (Spitze, die höchste Zinne); daher selbst JupiterPerm , Pin genannt wurde.