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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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Wallis. 475

nicht gelitten habe. Die Unter-Walliser besitzen we-der dis Energie, noch jene Eigenschaften in so ausge-zeichnetem Grade, treiben zwar Alpenwirthschaft undFeldbau, sind aber aufserordentlich faul, nachlässig undunreinlich, und waren Unterthanen der Ober-Walliserund des Bischofs. Kunstfleifs von keinerley Art hatbisher in Wallis Eingang gefunden. Selbst in der Vieh-zucht, dem Wiesen - Feld- und Weinbau, stehen dieWalliser ihren Nachbarn den Bernern und Waat län-dern erstaunend nach. Die schlechte Wirthschaft zeigtsich überall, und ganz besonders im Hauptthale derRhone , wo man alles dem Strome preifsgiebt, ohnean Dämme und Wuhren zu denken. Die einzigen Pro-dukte, welche Wallis ausführt, sind Vieh, Käse, Felle,Wild, etwas Wein, Topfstein, Krystalle, Blev, Ko-balt. Die papistisehe Kirche herrscht durcli ganz

Wallis. Die Reformation fand im XVI. Jahrhundert

viele Anhänger, wurde aber bis zum J. 1626. mitGewalt gänzlich unterdrückt. Für Schulanstaltcn istschlecht und fast gar nicht gesorgt ; daher herrscht inWallis zum Theil mehr Unwissenheit, Aberglauben und

Scliweilz. In den letzten Jahren der Regierung Carl desGrofsen erhielt das liomans eine regelinäfsige Form,wurde im X. Jahrhundert die gallische, und später, nachgröfserer Ausbildung, französische Sprache genannt. Inder westlichen Schweitz erhielt sich unter dein Volk dasalte verdorbne liomans, welches in Wallis, in der Land-schaft Aigle , im Pays de Uaud und in A'euchatel in vierverscliiednen Dialekten gesprochen wird. S. eine Samin*laug von Wörtern im I. Theil dieser Anleitung S. aSi-yi,