nach Siders ausgebreitet; und von hier durch das üb—i ge Wallis wohnt der alte celtisch- römisch- gallisch-burgundische Volksstainm. Die Sprachen beyder Völkersind nicht durch ein Gebirge geschieden, sondern sto-fsen im Thal selbst zusammen. Die Ober - Wallisersprechen die deutsche Sprache des XIV. und XV. Jahr-hunderts mit geringen Abänderungen; die Unter-Wal-liser ein Kauderwelsch (Palois) *) , welches aus celti-schen, gallischen, römischen, griechischen, burgundischenund italienischen Wörtern zusammengesetzt ist; die Ge-bildeten unter letztem reden gut französisch. In d evaEin-
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fisch- Thale sollen die Bewohner von einer Kolonie Hun-nen abstammen. Die Ober-Walliser sind ein freyes undkräftiges Alpenvolk, welches sich durch Mäfsigkeit, höchsteSitteneinfalt, Bedürfnifslosigkeit, Gutmiithigkeit, Castfrey-heit und Biederkeit auszeichnet. Diese Grundzüge mufsder Reisende nicht an der gewohnten Heerstrafse, sondernin den Seitenthälern zu fiuden und zu beobachten hoffen.Zu wünschen ist, dafs der Karakter dieses Volks selbstdurch das namenlose Elend, in welches dasselbe in denletzten Jahren durch die Franzosen gestürzt worden ist,
*) Die lateinische Sprache hatte durch ganz Sequanien , indem Lande der Allohr ogen , Verehrer und Seduner dieOberhand gewonnen ; allein sie war im Munde des Volksccltischen Stamms verdorben worden, und es entstanddaraus eine kauderwelsche Sprache, die man rustica ro-rnana (fr, languc romance ) nannte. Durch die Ueber-schweminung der cinfallenden Völker verdarb dieses Ko-mancc noch mehr; die lateinische Sprache verlor sich,aber das liomance blieb, und wurde im IX, Jahrhundertdie allgemeine Sprache von Gallien und der westlichen