Wallis.
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a4 fa Grad im Schatten, und von 38-48 Grad Reau-mür, der Sonne am Felsen ausgesetzt. Die Nordwindesind gänzlich abgehaltcn, und nur Ost- Süd- undWestwinde haben Zutritt. Wallis gehört zu den aller-merkwürdigsten Landschaften nicht blofs der Schweitz,sondern von Europa ; denn nirgends vereinigen sichin einem so kleinen Bezirke wie hier die Klimateund Produkte aller Ereilen von Island bis Sicilienund Afrika, die- schnelle Abwechslung der entgegenge-setztesten Gegenstände , die unbeschreiblichste Mannig-faltigkeit einer gräfslichen, Tod und Zerstörung ankün-digenden, und hinwieder der üppig fruchtbarsten Natur.Das Veltliner - Thal möchte in melirern Rücksichtendem Wallis am meisten gleich kommen ; allein iraGanzen ist letzteres durch seine erhabnere und aul’ser-ordemlichere Natur, so wie durch seine mancherley Völ-ker, bey weitem merkwürdiger. An vielen Orten falltdie Erndte im May, an andern im Oktober; und wennhier das Obst nicht mehr reift, so wachsen dort wildeMandeln, Feigen, Granaten, die Stachelfeige, Spargelu. s, w. Ohne eigentliche Sorge und Pflege wachsenWeine , welche bey gehöriger Behandlung den stärkstenspanischen Weinen gleich seyn würden.— In den Ge-birgen leben Gemse, Murmelthiere, Lüchse, Wölfe, bis-weilen Bären, Häsen, Rehe, viel wildes Geflügel, undin der Tiefe der Thäler sehr seltene Insekten - Arten.
Einwohner, Wallis wird von zwey ganz ver-schiednen Völkern bewohnt. Der deutsche Volksstammhat sich von der Furca , dem Crimsel und Gries bis