Wallis. ^71
nach N. einsenken, während an den Füfsen des Sichel-und Ochsen- Kamms die Schichten nach S. senken. Ander Südseite zeigen sich gleichfalls nördliche und süd-liche Schichteneinsenkungen. An dem Miirtsclicn-Stock auf der Alp Bärenboden wurde im J. 1601. einKupfer - Bergwerk betrieben, wo noch die verfallnenStollen, und der Ort wo die Schmelze stand, zu sehensind. Im Anfänge des XVIII. Jahrhunderts wollte manes wieder herstellen, kam aber nicht zur Ausführung.Es scheint auf Kupfergrün, getrieben worden zu seyn,welches in sehr zerklüfteter schiefriger Crauwake, alsUeberzug, angeflogen und eingesprengt brach. An ver-schiednen Stellen der Südseite des Wallensees zeigensich Eisenstein-hager. — Die Richtung des vier Stun-den langen Sees schneidet die Streichungslinie der Fel-senkette fast queer durch; sie mufste also mitten inihrer Körpermasse durchrissen werden, wozu eine Ge-walt nothwendig war, die alle menschliche Vorstellungübersteigt, lieber die Wahrscheinlichkeit, dafs einstder Rhein durch den Wallen - See und den Linth-Kessel geflossen sey, s. maii die Art. Ragatz und Baden.
Wachs (Walliser-Land) , ist das längste undgröfste Thal der Schweitz, welches von seinem An-fänge bis zu seinem Ende die Rhone durchströmt, unddeswegen mit Recht Rhone- Thal heifsen sollte. Es istein Längen-Thal, zieht von NO. nach SW. bis nachMartigny , und wendet sich von da bis an den Gen-fer- See nach W. Es ist von dem Fufse der Furkeiund des Galen - Stocks bis Martinach 28 % St., von