452 Waat.
Freyburg unter den Vorbehalt seiner Freyheiten über-
gegangen war, am 25. April 1565. gewährleistet. Hier-in fand das Direktorium der französischen Republik denpolitischen Vorwand, sich in die iunre Angelegenheiten desK. Bern einzumischen, und die ganze Schweitz umzu—stürzen**^. Den 28. Jenner 1798* rückten 15000 MannFranzosen in die FFaat, nachdem schon vier Wochenfrüher eine andre Schaar das schweitzerische Gebiet desMünster- und Immer - Thaies und der Stadt Biel bisan die Aar (5 Stunden von der Stadt Bern entfernt) inBesitz genommen batte. Dies war der Anfang des gro-fsen Trauerspiels, welches die lebende Welt genugsamkennt (s. Aarau , Bern , Lengnau , Fraubrunn , AltorfUri , Urseren, Disentis , Ragatz , Richtersrryl , Egeri tSchprytz , Buochs , Stanz , Unterrralden, Lcuh, Sitten,Wallis , Zürich u. s. w.). — Die Waat wurde seit1798. ein selbstständiger Kanton, und entlehnte damalsden Namen K. Leman von dem Genfer- See, welcherihn bespült, und der zur Zeit der Römer Lacus Lema-mnus hiefs. Man hat ihm den Namen Waat gegeben,
*) S. Recherches sur les asscmhlees des Etats gcneraur duPays de Vaud, par Mr. de Müllinen.
**) Carnot stellt in seiner bekannten im Rath der Fünfhun-dert abgelesnen Widerlegung des Berichts von ßailleuldas feindselige Betragen gegen die Schweitzer unter demBilde'der wahrgemachten Fabel vom Wolf und Schaafdar, und fügt als damaliger Kriegsminister das Gestünd-nifs hinzu: „Bern sey feindlich ange fallen worden, weiles 30 Millionen Hvres im Schatz, und ein wohlversehnesZeughaus gehabt habe ”,
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