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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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343 Thürgaü.

ordentlich fruchtbar. Hier wird ein und derselbe Acketzweymal mit Leinsaamen, und nach der zweyten Flachs-erndte im Herbst noch mit Roggen oder anderm Ge-treide besäet, und der prächtigste Birn- und Apfel-baum-Wald der ganzen Schweitz dehnt sich meilenweitaus. Viele einzelne Bäume tragen jährlich 60 - tooViertel Früchte, welche zu Cyder geprefst 30-50 Gul-den eintragen. Aller Flachs und Hanf des Kantonswird in dem Lande gesponnen und zu Leinwand ge-webt. Schon mit dem Ende des XIII. Jahrhundertsbegann dieser Erwerbsfleifs, welcher die dortige Leine-wand - Fabrik zur höchsten Blüthe erhob. Der Thur-gauer verfertigt die feinste und schönste Leinewand,welche der Handel von St. Gallen verbreitet. Seitder Mitte des XVIII. Jahrhunderts, wo die Baumwol-len - Spinnerey und Moufselin - Weberey eingeführtwurde, und besonders seit dem J. 1787., wo in Frank -reich hol e Zölle auf die Schweitzer-Leinewand gelegtwurden, hat diese Leinewand-Weberey sehr abgenom-men ; doch ist sie immer noch ansehnlich, und derHandel der buntgedruckten leinernen Hals- und Schnupf-tücher, u. dgl., von Arbon , Hauptrryl , Islikon , undandern Orten des Thurgaus, beträchtlich. In manchenGegenden dieses Kantons wird viel Baumwolle ge-sponnen und Moufselin geweht. Das Kloster Kreuz-lingen im Thurgau, nahe bey Konstanz , hat, nachdem Beyspiel der Abtey Hauterive im K. Freyburg,im J. 1808. auch angefangen, die Landwirthschaft nachFcllenhergs Verbesserungen einzuführen, und sich mitHofwyl in Verbindung zu setzen.

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