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Thurgau. 347
Im J. 14C0. wurde Thurgau von den sieben alten ,Kan-tonen der Schweitz in dem Kriege mit Herzog Sigismundvon Oesterreich erobert, und von diesem im Friedenförmlich abgetreten, aber erst »499- erhielten die achtalten Schweitzerkantone in dem Frieden mit KaiserMaximilian I. die volle Oberhoheit über Thurgau ,welches durch Landvögte bis 1798- regiert wurde, woes zu einem eignen Kanton erhoben ward, dessenHauptstadt Frauenfehl ist. Unter allen schweizeri-schen gemeinschaftlichen Landvogteyen war die vomThurgau die einträglichste. Seit der Einführung desChristenthums im VII. Jahrhundert und unter denFränkischen und Karolingischen Königen verfiel dasVolk in Leibeigenschaft, und Klöster und Adel häuftensich im Thurgau so sehr an, dafs es in der Schweitzkeine Gegend giebt, wo so viele Schlösser und Klöstersind wie hier.
Merkwürdigkeiten. In diesem Kanton wech-seln wagrechte Ebnen mit Hügeln, welche sich gegendas Toggenburg zu Bergen höchstens von 2500 Fufsüber den Boden - See erheben. Drey unbeträchtlicheaber fischreiche Seen liegen zwischen den Hügeln die-ses Landes. Die Ergiebigkeit seines Bodens macht ihnjum fruchtbarsten Kanton in der deutschen Schweitz.Alpen giebt es hier nicht, aber Getreide , Flachs,Hanf, Obst- und Weinbau sind allgemein. Dasobere Thurgau , welches sich von Arbon bis nachStein längs dem Boden - See und dem Rhein , und5 - 4 St, tief nach der Thur zu erstreckt, ist aufserT