Druckschrift 
4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
Entstehung
Seite
346
Einzelbild herunterladen
 

I

546

Thurgau.

Thurgau (der Kanton* *), Diese ausgedehnte Land-schaft, welche ihren Namen von dem Flusse Thur (s. des-sen Ursprung im Art. Toggenburg ) erhielt, und gegenDeutschland von dem Boden - See und dem Rhein be-grenzt wird, enthält etwas über 16 CJ Meilen, undaufser der Hauptstadt noch die Städte Arbon , Bischof-zell , Diefsenhofen und Steckborn . Im J. 1792. be-trug die Bevölkerung 74,000 Seelen, unter denen 56,700Protestanten waren.

Eiskegcl, deren Zahl und Gestalt mit jedem Jahr ändert,und bey Fackelschein einen schönen Anblick gewähren.

Geschichte. Das Thurgau machte von dem V.

tt

Jahrhundert an einen Theil des Herzogthums Alleman-

Zürich, Baden, Toggenburg, St. Gallen und Appenzell. ^

Die Grafen von Thurgau sind besonders vom VII. ^

Jahrhundert au der Geschichte genau bekannt, und 1

scheinen die Vorfahren des Hauses Kyburg gewesen ^

zu seyn (s. Kyburg ), nach dessen Erlöschung im J. ^

1264. Thurgau an die Grafen von Uabsburg fiel. ^

Oesterreich verlor es 1415. während der Acht des ^

Herzogs Friedrich , indem es durch König Sigismundeingezogen und an die Stadt Konstanz verpfändetwurde, bekam es aber einige Jahre nachher wieder. ^

jl

*) Die bisher vollständigste Karte des Thurgau wurde von

den Brüdern Nötzlin in Zürich entworfen, wovon die 0 1

Zeichnung zu Frauenfeld und Zürich ist. Die Meyerschc ^

Karte vom Thurgau strotzt von Fehlern,

nien au?, und hatte seine eignen Grafen. Damals er- y 0 |i

streckte sich dieser Gau auch über die Landschaften

i