J. 1457. die damaligen drey Brüder von Hohenklingtnalle ihre Rechte in der Stadt für 24,500 Gulden andieselbe. Stein erwarb sich fast gänzliche Unabhängig-keit, erweiterte sein Gebiet durch Kauf, ordnete seineRegierung, schlofs i 459 - einen Bund mit den StädtenZürich und Schaf hausen , begab sich aber wegen grofserBedrängnifs von dein benachbarten Adel im J. 1484.mit Vorbehalt seiner Freyheiten in den Schutz des K.Zürich , welchen cs zu seinem Herrn und Obern an-nahm. Wegen Ausdrücken im Huldigungseide und an-dern Verhältnissen entstanden öfters Streitigkeiten zwi-schen Zürich und Stein, welche 1783. mit Gewalt derWaffen beygelegt wurden. — Im J. 1799. gieng hieram 22. May der Vortrupp, und bey Paradies einigeStunden abwärts das ganze österreichische Heer unterdem Erzherzog Karl , über den Rhein, und drang inHelvetien ein ( s. Zürich). — Stein wurde bey derBildung der neuen Verfassung dem K. Schaf hausenzugetheilt.
Merkwürdigkeiten. Das Geschlecht Hohen-hlingen , auch Klingenberg genannt, hat einige Ge-schichtschreiber hervorgebracht. Heinrich von Klin-genberg, Bischof zu Konstanz im J. 1294., schriebdie Geschichte der Grafen von Habsburg. Die Hand-schrift liegt in der Bibliothek zu Wien. Drey Johannvon Klingenberg, wovon der eine in der Schlacht zuNäfels 1388- fiel, hinterliefsen Chroniken, wovon dieHandschriften verloren zu seyn scheinen; denn mankennt sie nur aus angeführten Stellen in spätem Ge-1 F. so