breiten Thaies, welches vom rechten Ufer an zuDeutschland gehört.
Geschichte. Da das alte Rhätien sich bis an denBoden-See erstreckte, so war Rheinthal ein Theil des-selben bis 914. Als sich zu dieser Zeit die verschiednenFreyherren und Grafen unabhängig zu machen suchten,so geschieht auch nur des Rheinthals zum erstenmal Er-wähnung unter der Hoheit der Grafen von Werden-berg , welche schon irn J. 705. Herren zu Rheineckwaren, und ans Kloster St. Gallen Güter schenkten.Unter dem Hause Werdenberg lebten viele Freyherrenim Rhcinthal, z. B. die v. ßernang, v. Grimmenstein ,v. Zrringenstein , v. Grünenstein u. s. w.— Als dieUngarn im X. Jahrhundert bis 955. zu wiederholtenmalen diese Gegenden am Boden-See, Schwaben undso viele andere Länder vewüsteten, so trugen die Rhein-thaler unter dem Graf Rudolph von Werdenberg (be-sonders 925.) zu einem gtofsen Siege über diese Barba-ren viel bey. — Das Kloster St. Gallen erwarb sich seitdem VIII. Jahrhundert Besitzungen in dem Rheinthal ,und suchte sie während achthundert Jahren stets aufjede Art auszudehnen. — Im XIV. Jahrhundert fochtder Rheinthalsche Adel mit Werdenberg gegen dieEidgenossen bey allen Schlachten jener Zeit, welche
mit einer Karte und Prospekten. St. Gallen igo 5 . Kr.Küster in Rheineck liefs auf seine Kosten durch Hm.Fehr das Rheinthal trigonometrisch vermessen, und dieKarte verfertigen , welche diesem auch auf seine Kostenherausgegebnen Werke beygefügt ist.