vor den Schwediscbgesinnten 1655. in die Stadt unweitder Stiftskirche verpflanzt. Der Johanniter - Comthu-reyhof, welcher oben in der Stadt am Rheine steht,soll aus den Gütern der Tempelherren, die 1312. auf-gehoben wurden, entstanden seyn. — Olsberg , einadeliches Frauenstift in einem engen Thale südwärtsRheinfelden am Violenbach , welcher die Grenze desK. Basels und Aargaus macht. Es wurde 1171. ge-gründet , und Gottes - Garten oder Oelberg (verdorbenOlsberg ) genannt. Eine Aebtissin, sechs adelicheStiftsfrauen und einige Anwartschaftshabende , von de-nen nur die Aebtissin an unehelichen Stand gebundenist, geniefsen der Einkünfte, welche ein Amtmannverwaltet.
Geognost. Thatsache. Der Rhein fliefst hierin einem Kalkbette, und 1 St. weiter bey Jagst ineinem Nagelfluebette. Der Brücke Rheinfeldens aufder rechten Seite gegenüber Sandsteinfelsen von rothen,grünen und weifsen Schichten, wovon das Korn Alszur Grofse einer Erbse sich zeigt.
Rheinthai.*). So wird die Landschaft genannt,welche zwischen dem K. Appenzell und dem linkenUfer des Rheins vom Boden - See 8 St. lang aufwärtszieht. Ist eigentlich der schmälste Theil des sehr
*) S. Ebels Schilderung der Gebirgsvölker, Th II. S. 88 * 99 *Joh. Rud. Steinmüller , Beschreibung der Alpen - undlandwirthschaft u. s. w II. B. 1 So/ f . Winterthur, vonS. 2 G 3-358 — Geschichte des Rheinthals , nebst einertopographisch — statistischen Beschreibung dieses Landes,