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II H E X NT H A L.
Oesterreich den Schweitzern lieferte. Demohngeachtetbemächtigte sich Herzog Leopold mit Gewalt des gan-zen Rheinthals und llcrdenbcrgs ( s. Appenzell , ll er-denberg'). In dem Kriege Oesierreichs gegen Appen-zell wurde 1405. das Rheinthal von den Appenzellern,1411. wieder von Oesterreich erobert. Während derAcht des Herzogs Friedrich zog es der Kaiser Sieg-mund (1415.) ans deutsche Reich, verpfändete es(1425.) an Graf Friedrich -von l'oggenburg , und die-ser an die Herren von Feyer , welche ihre Rechte (1460.)an die Appenzeller veikauften. In den Händeln derAppenzeller gegen den Abt von St. Gallen und überdie Klosterverbrennung zu Rorschach zogen die Eidge-nossen (1490.) das Rheinthal an sich, und es war seit-dem eine gemeinschaftliche Vogtey der Schweitzer-Kantone.— Die Reformation wurde 1528. durch Mehr-heit der Stimmen von den Einwohnern des Rheinthalsangenommen. Seit dieser Zeit hatten die Reformirtentheils durch die katholischen Landviigte, theils durchden Abt von St. Gallen viel zu leiden , und sie ge-langten erst 1718- zum ruhigen Gcnufs der Gewissens-freyheit. Im J. 1798- wurde das Rheinthal dem K.Säntis, und 1804. dem K. St. Gallen zugetheilt.
„ Merkwürdigkeiten. Das Rheinlhal ist 3Q Meilen grol’s, und enthielt (1796.) 22006 Einwoh-ner (unter dcuen 10,09t Protestanten siud), also aufeiner Quadiatmeile 11,000 Menschen. Nach später auf-genommenen Verzeichnissen betrug die waffenfähigeMannschaft über 16 Jahr 6724 M. —* Das Ländchen