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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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96 Rheineck.

Als Rheineck im J. 1410. sich der Gefahr, vorn HerzogFriedrich von Oesterreich eingenommen zu werden,ausgesetzt sah, zündeten die Einwohner ihre Hauserselbst an, und zogen mit den Appenzellem, welche beyihnen Wache hielten, hinauf nach Appenzell. Rheineckhat einige schöne Gebäude; viel Holz- und Durch-gangs-Handel, Bleichen, Färbereyen und Leinewand-,.Baurawollenzeug-, Hals- und Schnupftuch-Fabriken;geschickte Handwerker. Hier wohnt Hr. Küster (eh-maliger Finanzminister der helvetischen Republik),dessen Verdienste um das Rheinthal s. Altstädten undRheinthal; und Hr. Joh. Rad. Steinmüller ( PredigerJ,welcher ein Naturalien - Kabinet besitzt, und als Na-turforscher und Schriftsteller rühmlichst bekannt ist.In der Nähe von Rheineck bey Thal im Fuchsloch ,bey Staade und Margaretha sind vortrefliche Sand-steinbrüche, wo Mühlen-, Schleif- und Brunnensteine,in Platten nach beliebiger Gröfse gebrochen und weitverführt werden. Auch wächst in diesem Bezirke amZfacA-Berge der befste rothe Rheinthaler -Wein, wel-cher der edelste in der ganzen deutschen Schweitz ist,und der befste weifse Rheinthaler - W ein wächst beyRernang. Im J. 918. wurden hier die ersten Wein-reben gepflanzt. Damals wurde ein Fafs Wein für sounschätzbar gehalten, dafs die zahlreichen Mönche derAbtey St, Oal/en, als es nicht gelingen wollte, eiu inein Loch gefallenes Fafs Wein, welches ihnen vomBischof zu Konstanz geschickt wurde, herauszuziehen,eine feyerliche Prozession um das Loch hielten, undin lauten Choren anstimmten: Herr , erbarm dich unser 1