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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
357
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Verkeilung der Somrenwärme unter der Erde. Z

§' 67!.

Herrlvttließ in dem Garten auf seinem vor der Stadt Zürch gelegnen Land.-gttthe Thermometer mit Röhren von behöriger Länge an einem Orte eingraben, derdem Sonnenschein und allen Abwechslungen des Wetters frey ausgeseht war. Die^ Kugeln der Thermometer waren 4 , r, 2, 5, 4, 6 Fuß tief, und die Röh-ren lang genug, daß die Stufenleiter über der Erde empor stunden. Die The»mometer waren mit Weingeiste gefüllt, weil dieser sich stark ausdehnt, und derin der Röhre befindliche Theil zu dem in der Kugel ein unmerklicheres Verhält-niß hat, als wenn Quecksilber gebraucht worden wär». Die Einrheilung warnach des cku Art gemacht, (§. 125.) und die Grade waren

^ bis H Zoll groß. Man kann hieraus abnehmen, daß die Röhren in Verglei-chung mit den Kugeln sehr dünne waren. Und dieses mußte auch seyn, wen»ersterwähntes Verhältniß sehr gering seyn sollte. Denn eigentlich wollte manbey jedem Thermometer die Warme wissen, die in der Tiefe der Kugel statt fin-det, und nicht die in den verschiedenen Theilen der Röhre. Das 6 Fuß tiefeThermometer ließ Herr Ort nicht gleich Anfangs eingraben, sondern erst nachdemihm Beobachtungen von einigen Monaten gelehrt hatten, daß es in solcher Tiefenoch beträchtliche Veränderungen giebt. Er setzte die Beobachtungen 44 Jahrelang, bis kurz vor seinem Tode, fort. Er schickte mir sie im Frühling 1768,da ich dann eine ziemlich vollständige Abschrift davon machen ließ, damit, wennsie beym Zurückeschicken verlohren gehen sollten, sie so ziemlich wieder hergestelltwerden konnten.

§. 67z.

Es hatte sich nun Herr Ott nicht bloß die Mühe gegeben, den Standder Thermometer aufzuzeichnen. Er berechnete für halbe und ganze Monat dasMittel aus den Graden eines jeden Thermometers, indem er sie zusammen addirte,und die Summe durch die Anzahl der Beobachtungen theilte. Auch bemerkte erdie größten und kleinsten Höhen, und nahm von diesen besonders das Mittel, wel-ches von jenem oft merkich verschieden war, und auch weniger brauchbar ist. End-lich nahm Herr Ott auch das wahre Mittel für jeden Monat aller 4 Jahre, da-mit, was etwa das eine Jahr zu viel oder zu wenig hatte, durch die übrigen ab-geglichen würde. Dieses gab ihm in ö Theilen des cku (^Li-schen Thermome-ters folgende Tafel:

V y Z