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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
330
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Die tägliche Somienwärme.

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§. 624»

?4-F<sur. Ich habe nun den Gang des Thermometers den Beobachtungen gemäßin der ZHsten Figur gezeichnet, das nächtliche Fallen desselben durch Puncre an?gedeutet. Man sieht daraus mit einem Anblicke, daß in der That diese 5 Tageüber die Erde sehr regulär erwärmt wurde. Und die krumme Linie weichet, zumalin den 4 ersten Tagen von der in der 3 zsten Figur gezeichneten gerade so ab, wie esdie erst angeführten Umstände erfordern. Die kleinern Ungleichheiten zeigen nunan, daß sie auch bey der reguläresten Witterung stakt finden. Die Linien ö,O, welche nach den niedrigsten und höchsten Stande des Barometers gezogenfind, ziehen sich hier stark aufwärts. Es rühret dieses fürnehmlich von der vor?hergegangenen trüben und kalten Witterung her. (§. 62 3.) Denn da die Erdewenig Wärme hatte, so konnte sie auch nicht stark erkälten, und so häufte sichwährend diesen 5 Hellen Tagen die Wärme sehr merklich auf. Man sieht übrigenssowohl aus der Figur als aus den Beobachtungen selbst, §. 622.) daß die täglicheVeränderung der Wärme etwa 7 Recrumulsche Grade betrug. Und hierausläßt sich der Schluß machen, was die Zahlen der Tafel, (§. 618.) wenn sie durch^ cost,. cofA multiplicirt werden, bedeuten. Chur liegt unter der Pokhöhe von46°. 5c/. Den 1 zten Jrm. 1751. war nach denZanottischen Ephemeriden dieAbweichung der Sonne 23^. inördlich, demnach 27^. und die Ta?geslänge 15 Sr. z 8^ Dieses gibt vor 5 UhrNachmittags die entsprechende Zahl«us bemeldter Tafel 2,5; zo, welche mir 4 cosi). col Z. z, 1428 multrpli,rirt 7,3950 gibt. Da dieses Product nun so viel als 7 Reanmursche Grade,auch wohl etwas mehr (§. 623.) vorstellt, so erhellet, daß die Zahlen derTafel, mit ^c-olst. col'Z. multiplicirt, solche Products geben, deren Einheiten soziemlich io Reaumursche Grade betragen. Es wird aber hiebey vorausgesetzt,daß die tägliche Erwarmung der Erde schlechthin nur von der Sonne herrühre,ohne daß Winde, Regen rc. etwas daran ändern. Denn sonst kann sie sowohlgrößer als kleiner fey.

A. 625.

Niebuhe giebt in seiner Reisebeschreibung an, wie er zu Loheia und zu8anL in Arabien, die Höhe des Fahrenheltschen Thermometers für einzelneStunden ausgezeichnet habe. Und sagt, man werde daraus sehen könnnen, wiegleichförmig es daselbst täglich steige und wieder falle. Seine Beobachtung zuLoheia unter der nördlichen Polböhe von 150.4^ ist vom 25sten Ian. 1763, wodemnach die Mittagshöhe der Sonne von 552 Gr., O 5^- Gr. und die Ta?Leslänge von Stunden war. Er fand das Thermometer