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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
327
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Die tägliche Sonnemvarme. 327

chsn will, so gelangt man am besten dazu, wenn man die Zahlen vorstehenderTafel als Ordinalen einer krummen Linie zeichnet, und für die Nachtstunden dieersterwähnte lozarithmische Linie beysügt. Dieses habe ich in der zgsten Figur;;.Fig»rfür die Tageslänge von 16 Stunden gechan. Der Anfang der Erwärmung trrftauf 4 Uhr des Morgens, da die Sonne aufgeht. Die größte Wärme ft h inL etwas vor z Uhr. Um 8 Uhr bey E hört, wegen des Unterganges der Sonne,di: Erwärmung auf, und die noch übrige Wärme E c nimmt die N»chr durchnach den Ordinären der logarithmischen.Linie c ü ab, so daß sie des folgenden Mor,gens noch I) ä ist. »

§. 620.

Dieses findet nun statt, sofern wir in der Rechnung nur eine Erkalmngs-Subtangente, und zwar diejenige gebraucht haben, welche für die tägliche Einwärmung und Erkältung eigentlich zu gebrauchen ist, wenn mau von allen gerin-gem Abweichungen abstrahlrt und vsrausftht, daß die Sonne den ganzen Tagüber Helle scheine und dir Luft windstill sey. Es ist nun aber die Wärme, die sichin die Erde zieht, eigentlich nicht verloren, sondern sie zieht sich an den kaltemTagen wieder herauf und dient den Abgang der Sonnenwärme zu ersehen. Diejährliche Erwärmung und Erkältung hangt daher ganz davon ab. Es kömmtdaher allerdings noch die jährliche Erkälrungs-Subrangeme vor, mch diese macht,daß die Abscissenlime ^ O, welche ich gerade gezogen habe, nicht ganz gerade,sonder» der Theik derjenigen krummen Linie ist, deren Ordinären die jährlicheVeränderung der Wärme für eben die Polhöhe verstellen. Dieses macht, daßder Puncc cl nach der Verschiedenheit der Iahrszeft höher oder tiefer fällt als erin der Figur gezeichnet, und zwar nachdem sich die Linie ^ O heraus oder heniu-terzieht.

§. 621.

Bey der hier angegebenen Rechnung habe ich alle zufällige Ursachen vonder Aeyderung der Wanne bcy Seite geseht. Sie geht daher eigentlich nur aufHelle und windstille Tage, dergleichen selten mehrere aufeinander folgen. Wenn in-dessen der Himmel nur mir Wolken bedeckt und die Luft stille ist, so habe ich bereitsoben augeinerkt, daß die Erde dessen unerachrec von Morgen Lus Nachmittag wär-mer wird, und von da an wieder etwas erkaltet. Tue Aenderung trägt aber meh-rentheils nur dessen aus, was sie bey ganz bellen und windstillen Tagen rhunwürde.- Die vom Regen, Thau, Reif, Schnee, Hagel, Wind rc. herrühren-den Veränderungen, sind allzu, irregulär, als daß sie anders als ihrer ganzenSumme nach und bey der jährlichen Veränderung der Wärme in Betrachtungkommen könnten Regen und Winde können sowohl kalt als warm seyn. Siesind es aber mehrentheils nur beziehungsweise. Die schwule Sommerhitze wirdmebrentheils durch Regen und Gewitter abgekühlc, und zwar destomehr. je nähermau bey dem Orte ist, wo regnet oder wittert. Dis daher.entstehende Äb-