Anwendung auf die Kraft der Warme. 2.47
werden sollen. Aus dem §. 428. ergiebt sich, daß dieft Kräfte, sofern sie auf eineQuadratlinie RHeinl» wirken
bey Meßmg — 8Z5 Pfund,bey Eisen — 976 Pfmid.vnd demnach allerdings sehr beträchtlich sind»
§. 449 .
Nun haben wir oben (§. 47. f.) die Kraft der Wärme in der Lust ungleichgeringer gefunden, dabey aber doch angemerkt, daß einerley Wärme in dichtererLuft mehr Kraft hat, je dichter die Luft isi. Die Kraft der Wärme in der äußernLuft ist ihrer Schnellkraft und demnach dem Drucke einer Quecksilbersäule von'etwcr»28 RHeinl. Zollen gleich. Dieses giebt auf eine Quadraclinie einen Druck vonv, rc»2 Pfund, welcher demnach 8020 bis sosomal geringer ist, als der Druckder Wärme auf eine Quadrarlinie in glühendem Meßing oder Eisen. Es lassensich nun aber diese Verhältnisse näher zusammenrücken. Denn einmal ist die Kraftder Wärme bey glühenden Metallen ^mal stärker als in der Kälte des Frierpuncts,dadurch werden die 8000 auf 2000 herunter gesetzt. Wenn mm aber die Luftauch nur wasserdichte (§. 55.) zujümmengepreßt gedacht wird, so wird die Kraft,Wärme, und Elasticität derselben, zufolge der Mariottischen Regel, Zoomal stärker.Damit kommen wir den erstbemeldten 2ovo schon merklich näher» Es kann aberleicht seyn, daß die sogenannte fixe Luft in den Körpern noch dichter ist. (§.; 2.)
H. 450 >
Dieser Umstand, daß einerley Wärme in dichterer Luft und so auch in dich-tem Körpern mehr Kraft hat, rührt nun großemheils daher, daß dieTheilchen derKörper den Stoß, so sie von den Feuercheilchsn erhalten fortpflanzen, und ihn, so zufügen, dadurch vervielfältigen» Außerdem kann es auch seyn, daß, da die Feuer-rheilchen von den Körpern an sich gezogen werden, ihre Geschwindigkeit beym Ein-dringen vermehret wird, und eben dadurch mehrere Kraft erhält, die, wenn dieFeuertheilchen wieder aus dem Körper Weggehen, ebenfalls wieder wegfällt. Hiezukömmt dann noch das Zurückeprallen der Feuertheilchen von der innern Oberflächeder Körper, (§. 387.) welche machet, daß von den Feuertheilchen, die z.E. ausWasser in Wasser übergehen würden , der größte Theil, nemlich /o zurückprellt,wenn sie aus Wasser in Urft gehen sollen. Dieses macht, daß von den Feuertheil-chen, die sich im Wasser das Gleichgewicht halten, nur der Theil nörhig ist, umLen Feuertheilchen in der Luft das Gleichgewicht zu halten. Damit aber dieser ^Theil dasGleichgewicht halten könne, sind dennoch die übrigen /0 in demWasser noch-wendig, weil immer auch die Cohäsionskräfte der Wassertheilchen von Seiten devFeuertheilchen ein Gleichgewicht fordern»
§. 45r-
Es trägt nun ebenfalls der Umstand, daß die Theikchen der Körper denStoß der Feuertheilchen fortpfianzm, und so zu sagen, vervielfältigen, mit dazu