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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
216
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ri6 Verbindung der Ausbreitung mit dem Zurückprallen der Wärme.

an breitet sich aber diese Wärme in dem Körper nach allen Gegenden ans, und wird,in sofern in umgekehrter Verhältniß des Quadrats der Distanz schwächer. Aufdiese Art würde es auch ins Unendliche forlgehen, wenn der Körper unendlich großwäre. Da wir aber denselben von mäßiger Größe sehen, so stößt endlich die sichausbreitend^Wärme an die innere Oberfläche des Körpers an Ei» Theil magdurchdringen, aber der größere Theil prellt von da wieder zurück, bis er wiederumirgend an die innere Oberfläche anfährt, wo sodann aufs neue ein Theil durchgeht,der übrige Theil zurückprallet re. Ich kann übrigens nochmals erinnern, daß auchhier immer nur, nicht von st sondern von st y st q (§. z88. Z 89 .) die Redeist. Auf diese Art vertheilt sich demnach die mittelst des Brennglases in dem Kör-per gebrachte Wärme durch denselben dergestalt, daß das Quadrat der Distanzaufhört, in Betrachtung zu kommen, ungefähr eben so, wie ich vorhin (§ z8z.)

16 . Fig-in Ansehung des Cylinders I) U I L sagte, daß wenn in demselben alle Wärmezurückprallte, durch UI so viele Feuertheilchen herausfahren würden, als durchv L herein kommen.

§. 390»

Ich sagte erst, das Quadrat der Distanz höre auf in Betrachtung zukommen. Dadurch verstehe ich nicht, daß e« vom ersten Augenblicke an, aufhöre.Die Zurückprallungen, und besonders die erstem, müssen bereits vorgegangenseyn. Es zeigt aber der vorhin (§. z87«) erwähnte Versuch (§. z io.), daß selbstin kleinen Körpern dazu oft mehrere Minuten erfordert werden, wenn die Verthei-lung der Wärme endlich so geschehen soll, daß die Erkältung logarithmisch erfol-gen könne. Die Bewegung der Wärme in dichten Körpern ist ziemlich langsam.

§- 391»

Wenn die Wärme nicht durch einen Theil, sondern durch die ganze Ober-fläche des Körpers in denselben eindringt, so dringt nicht nur in gleicher Zeit mehrWärme ein, sondern die Vertheilung im Körper geht auch geschwinder von stat-ten. Denn wenn z. E. der Körper sphärisch ist, so wird in jeder concentrischenSchale die Wärme in derselben gleich vertheilt, und größer seyn, wenn sie demMittelpunct näher ist. Da es zu weitläuftig seyn würbe, die Vertheilung derWärme nach allen Zurückprallungen zu berechnen, so habe ich nur die gerade fort-gehende Wärme berechnet, und finde, daß wenn der Halbmesser der Kugel 1 ,und der von einer beliebigen Schale r gesetzt wird, die Wärme dem Ausdrucke

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proportional, und daher im Mittelpunct etwa zmal größer als am Rande ist.Wenn nun immer mehrere Wärme von außen in den Körper eindringt, so häufetsie sich in demselben auf, bis endlich eben so viele Wärme aus demselben herausgeht, als eindringt, und so wird >er Körper endlich in allen Theilen gleich warm,

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