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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
213
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Das Zurückprallen der Warme. - 21z

§. 38 ;.

Nun ist wegen der gleichen Entfernung die Dichtigkeit der Wärmestralenin k eben so groß als in Wenn ferner der Cylinder alle durch die Oeffnung1 ) L auf feine innere Seite fallende Stralen zurückwürfe , so würden durch LI Ieben so viele herausfahren als durch I) L hineingekommen sind. Damit aberwürden auf das Thermometer eben so viele Wärmestralen gefallen seyn, als wennes in st oder auch in ^ gestanden hätte. Es hätte demnach eben so viel als dasThermometer erwärmt werden müssen. Der Versuch giebt aber, daß es fastzmal weniger Wärme erhielte. Der Diameler des Lylinders war 17 knien,seine Länge 4 Zoll. Daraus folgt, daß ungeachtet mehrere Stralen gerade durch-giengen, dagegen auch mehrere zweymal zurück geworfen wurden, und folglichdoppelten Verlust litten. Uebrigens war der Cylinder inwendig nicht geglättet,und so mag dieses ein Grund mit gewesen seyn, warum weniger Wärmestralenzurück fielen. Ich hatte auch den Cylinder mir einem papiernen Rande umgeben,damit er nicht von außenher erwärmt werden sollte'

§. 384 -

Ich habe nun oben (§. 271.) gezeigt, daß das Maximum der Warmen welches ein vor dem Feuer stehender Körper erhält, von demselben nach ebender logarithmischen Linie erhalten wird, nach welcher eres in einer Luft erhaltenwürde, welche die Wärme n ^ hätte. Der Körper erhält demnach in beydenFällen in gleicher Zeit gleich viel Feuertheikchen, und der Unterschied ist nur, daßer sie am Feuer bloß an der gegen das Feuer gekehrten Seite, in der Luft aberdurch seine ganze Oberfläche erhält. Da nun dessen unerachtel ihre Menge gleichist, so folgt daß die Feuertheikchen im ersten Fall dichter auffallen als im letztemFall. In beyden Fällen werden aber von der Oberfläche mehrere der auffallendenFeuertheilchen zurück geworfen. Es ist dieses also ein Grund mit, warum einkalter Körper die Wärme der Luft langsam annimmt.

§. 385 .

Man ist überhaupt der Meynung, daß die Wärme in einer innern Be-wegung der Feuertheilchen bestehe, und ihre Kraft mehr durch Stoßen als durchbloßes Drucken äußere. Der Druck würde auch zu mehrern Wirkungen deSFeuers viel zu unthätig seyn« Diese innere Bewegung gedenke ich mir nun abernicht, wie wenn sie in dem innern der Feuertheilchen selbst wären, sondern als einebloße Fortsetzung der Bewegung, die die Feuertheilchen einmal erhalten haben.Mit dieser Bewegung dringen sie in die Körper, stoßen an deren innern Theilenunter allen Winkeln an, werden von denselben zurückgeprellt, und fahren sodannwieder an andere an rc. und so circuliren sie mit unzähligen Wendungen im Kör-per herum, bis sie etwa an dessen Oberfläche kommen, und von da herausfahren,wogegen aber auch andere wieder herein kommen.

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