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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
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Erwärmung mehrerer Körper am Feuer und unter sich- 189

Wärme als dem Wasser mitgetheilt habe, und da der Unterschied nicht viel aus,tragen kann, so konnte ich mich dadurch versichern, daß das Lack zum Schmelzennur wenige Grade von Wärme mehr gebrauche, als das Wasser zum sieden. Aneinem etwas dünnem Eisendrat fand ich den Abstand des schmelzenden Wachsesvom schmelzenden Bley ebenfalls von 28 Diametern des Drates, und konnte dar,aus urtheilen, daß der Unterschied zwischen Eisen und Meßing die Subtangente? 1 wenig oder gar nicht verändere. Uebrigens versteht es sich, daß währendsolcher Versuche die Luft gleich warm bleiben und stille seyn muß» Der Winderkältet das Eisen, und die Grade sind allemal nur so zu nehmen, daß die Wärmeder Luft o gesetzt wird» Ich habe den Versuch mit dem Meßingdrar, auchbey einer Lampe wiederholet, worinn ich, anstatt des Oehles, Weingeist brennte.Ich erhielt dadurch den Vortheil , daß der Drat wenig oder gar nicht mit Ruftbedeckt wurde» Hingegen brennte die Flamme viel ungleicher und fackelnder alsdie vom Baumöhle.

§. Z^7.

Man sieht hieraus, daß eine solche Stange als ein Thermometer und Pyrometergebraucht werden kann. Leidcnfcosts Wasiertropfen (§. 2z/.) können daransehr genau geprüft werden, wenn man sie von gleicher Größe machet» Der Be,harrvngssiand dauert so lange fort, als das Feuer bey gleicher Stärke unterhaltenwird» So lange bleibt auch die Wärme in jedem Puncl beständig, ft sehr sieauch von Punct zu Punct verschieden ist» Die Frage von beständigen Gradender Wärme, die bey den Chemisten so oft vorkömmt, kann also hiedurch einegute Aufklärung erhalten, weil man hier alle Grade zugleich und einen jedenbeständig haben kann, und zwar bloß dadurch, daß man das Feuer in beständiggleichem Grade erhält. Für geringere Grade kann man sich, statt des Eisens,einen langen Canal voll Wasser, Sand , Oel rc» gedenken, welcher am einen Endovom Feuer erwärmt wird» Die Warme wird von da an, bis an das andere Endelogarithmisch abnehmen» Und ist der Canal oben offen, ft har man Wasser.-Sand- Oehl, Aschen, Feilstaub rc. Bäder von ft viel beständigen Graden decWär.-me als man immer will» Man thut aber gut, wenn man in den mit Wasser ge?füllten Canal Scheivwände setzt, und ihn dadurch in mehrere gleiche Fächer ab,rheilet, dainit nicht die etwa im Wasser entstehende Bewegung die Stufftn derWärme in Unordnung bringe.

§' 3ci8»

Dre hier vorgetragene Theorie breitet nun auch über Mufthenbroeks Py,romerer, so fern es die Stange desselben durch eine oder mehrere Flammen vonLampen erwärmte, ein mehreres Licht aus» Wuschmbroek nahm sich vor zu se,Heu, ob die Ausdehnung der Stange der Anzahl der Flammen proportional seynwürde. Aus seinen Versuchen schloß er das Gegentheil. Er fand nemlich sollgende Ausdehnungen gleich langer Stangen von verschiedenen Metallen.

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