176 Erwärmung eines Körpers durch einen andern.
nicht vollkommen, doch bis auf einen sehr geringen Unterschied hat. Ist demnachdas Quecksilber und der Weingeist in beyden Thermometern gleich warm, so hatauch das Glas gleiche Wärme. Da ich nun beyde Kugeln von gleicher Größesetze, so haben sie auch gleiche Oberflächen. Demnach geht aus diesen in demersten Zeittheilchen ci ? gleich viel Wärme in die Luft. Das will also sage», ausbeyden Gläsern gehen gleich viel Feuertheilchen in die Luft. Und, um sie zu er-sehen, müssen auch aus dem Quecksilber und dem Weingeiste wiederum gleichviel Feuertheilchen in das Glas gehen. Bey dem Verluste von gleich viel Feuer-theilchen, verliert aber das Quecksilber mehr Wärme, weil 4 Feuertheilchen imQuecksilber eben so viel Wärme geben als 6 Feuertheilchen im Weingeiste (§.g^> 8 .)Es sey nun ^ die Wärme des Quecksilbers und >/ —)? die Wärme des Weingei-stes. Ferner seyen 7 , § die Erkälrungs-Subtangenten , so ist für das erste Zeit-theilchen ä 5. (§. 258)
6 ^ci 7 : 7
<Z y : 6 : §
Da nun Anfangs u -- y ist, so haben wir
ä 7 — cl »1. 6.
Nun aber rührt die Verminderung der Wärme ci ä q von dem Abgang gleichvieler Feuertheilchen her. Demnach ist
ii)?: ti-i —6: 4ci x — 4 ci >7
Dieses giebt
Die Erkältungs-Subtangente des Quecksilberthermometers ist demnach zu der voneinem gleich großen Weingeistthermometer, wie 2 zu z, also um ^ kleiner. Die-ses folgt demnach aus §. zo 8 / wo ich die Versuche gegeneinander abgeglichen»Aus §. gc>6. als dem Versuche selbst folgt 7- 6— iz: 21 , welches der oben(§. 26;.) erwähnten Verhältniß g: 5 naher kömmt, wiewohl übrigens auch diesenur überhaupt angegeben ist. Denn Weingeist und Quecksilber sind eben auchnicht immer von gleicher Güte. Wir sehen demnach hieraus, daß der Unter-schied der Subtangenten schlechthin nur daher rühret, daß gleich viel Feuertßeil-chen im gleichem Raume von verschiedenen Materien nicht gleich viel Wärme ver-ursachen, und daß diese Materien, als in Glas oder überhaupt in einerley ArtGefäße eingeschlossen, betrachtet werden. Martine hat übrigens um die ver-schiedene Geschwindigkeit des Erwärmens und Erkältens, das will sagen, den Un-terschied der Subtangenten zu zeigen, die Materien in offene Gefäße gegossen, sodaß wenigstens ihre Oberflächen der Luft unmittelbar ausgesetzt waren. Dergrößte Theil des Umfanges war aber dennoch von den Gefäßen un,schlossen. Und
so