Erwärmung am Feuer und au der Sonne. r6 r
und da das Wasser nicht mehr als siedend werden kann, so läßt sich nicht viel bkbestimmtes aus diesen Versuchen schließen.
§. r86.
Außer diesen Fällen, wo ein Körper dem Feuer oder der Sonne wechselsweiseausgesetzt und entzogen wird, giebt es auch solche, wo nicht immer eben die Seitedes Körpers der Wirkung des Feuers oder der Sonne unmittelbar ausgssehk ist.Soz. E. sind die Körper, die man am Feuer beständig umwcndet. Wenn solcheKörper sehr klein sind, daß die Warme sich gleich durch den ganzen Körper ver-theilr, so hat dieses Umwenden wenig zu sagen. Bey größer» Körpern aber er-hält mau dadurch Len Vortheil, daß die Wärme sich gleichförmiger durch dieselbeverrheilet, und daß sie nicht auf der einen Seite anbrennen, während dem sie aufder andern Seite kalt bleiben. In Absicht auf die ganze Summe der Wärme istrS, überhaupt bewachter, einerlry. Ist aber der Körper nicht sehr rund, sondernstach oder zackicht, so kann sich wegen der Ungleichheit, der dem Feuer oder derSonne ausgesehten Seite ein merklicher Unterschied äußern. Man kann hierausverschiedene Regeln für die Roch- und Brarekunft herleiten, welche theils dieFigur des Bratens, theils die Geschwindigkeit des Umdrehens betreffen.
§. 287.
Die Sonne wird oft durch Wolken, theils wechselsweise, theils auch denganzen Tag über bedeckt. Das letztere verursachet aber keine gänzliche Entzie-hung der Sonnenwärme. Das Sonnenlicht wärmet, auf welche Art es immerauf die Körper fällt, und daher auch unter der Gestalt des bloßen Tageslichtes.Ich habe in der Photomelrie (§.985.) gewiesen, daß eine Ebene, die von demganzen Himmel beleuchtet wird, bey mäßigen Sonnenhöhen ungefähr ^ von dem-jenigen Uchte erhält, das sie erhalten würde, wenn die Sonne senkrecht sie be-leuchtete und keine Sonnenstralen von der Lust aufgefangen würden. Da aberdie Luft selbst bey großen Sonnenhöhen, wenigstens § Stralen auffängt, so daßnur noch auffallen; (Lborom. §. 886 .) so verhält sich die Beleuchtung der Ebenevom ganzen Tageslichte zu ihrer Beleuchtung von der Sonne, wie ^ zu -Z , folg-lich wie i zu Z. Es folgt hieraus, daß bey trübem Wetter das Thermometer un-ter Tagen noch immer ^ so viel steigen kann, als es steigt, wenn die Erde von derSonne unmittelbar beleuchtet und erwärmt wird. Man findet dieses auch durchdie Erfahrung bekräftigt, wenn man abrechnet, was warme oder kalte Winde undRegen an dieftr Regel ändern können. Das Thermometer steht auch an trübenTagen des Nachmittags höher als des Morgens.
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