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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
113
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Hydrostatische Thermometer. r i z

Sommerszeit zu bestimmen. Er giebt in seinem Buche: cle ^c>nüeribu5 et men-lürir, das Gewicht eines Eubic-Zolles an, ohne zu beschreiben, wie er es be-stimmt hat. Das Gewicht begnügt er sich in ganzen Granen zu bestimmen. Bisso weit mag es demnach richtig angegeben seyn. Hingegen bleiben die Grade derWärme unbestimmt. Eisenschmied spricht nur von Sommer und Winter. Mankann aber, weil Eistnschinied überhaupt viele Genauigkeit Hane, mir Grundevermuthen, daß er die Versuche bey gleicher Sommerwärme und gleicher Win-terkälte angestellr hat. Wie groß nun diese letztere mag gewesen seyn, das läßtsich ans seiner Tafel noch ziemlich genau bestimme». Unter den Materien, dis erzu Sommerszeit gewogen halte, war auch Olivenöl, und süßes N?ande!öl.Diese beyden Oele waren zur Zeit als er des Winters das Abwagen vornahm Je-froren. Hingegen war Lmurienwasser und Flußwasser nicht gefroren.

§. 199.

Ich batte nun den 9ten Hornung 1769. Baumöl vor das Fenster gestellt,wo es fror? Das Thermometer in demselben stund z Reaumursche Grade über>dem Frierpunct. Ich brachte es hierauf in die Stube. DaS dareingesetzte Ther-mometer stieg einige Grade,' ohne Laß das Oel anfieng sichtbar zn schmelzen. DesAbends war vor dein Fenster die Kälte i Grad über c>. Ich stellte das Baumölhin, und es wollte nicht gefrieren. Dieses ist, was ich unter meinen Beobach-tungen ausgezeichnet finde. Es folgt daraus, daß zur Zeit, La Elscnschiniedseine Versuche im Winker anstellte, die Kalte kaum etwas über dem Frierpunctgewesen ist.

§. 200. »

Was nun ferner den Grad der Sommerwärme betrift, so giebt Eistn-sthinicds Tafel ebenfalls Umstände an, woraus sie kann ziemlichermaaßen be-stimmt werden. Er gebraucht Mackgewicht, von 16 Unzen, jede Unze zu8 Quimgen und i Quintgen zu 72 Grau gerechnet, so daß 9216 Gran r Pfundansmachen. In solchen Granen wog ein Pariser Cubic - Zoll Quecksilber desSommers 4170, des Winters 4190. Hiebey dient nun das Thermo-

meter. Die Kälte des Winters können wir auf den lösten cke /'/Aschen Gradsetzen. Dieses giebt für den Raum des Quecksilbers im cke /'/r/cschen Thermo-meter iL>Ooo 148 9852 Grade. Nun ist

4170: 4190 9852.: 9899 «

Und IOSOO 9899 lOl, folglich traf die Sommerwärme aufden Ivlcke /'/r/cschen oder 9 > sten Fahreicheirfthen Grad. Dieses zeigt die größte Som-merhitze in einem gegen Mittag liegenden Zimmer an.

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