Von andern bisher gebrauchten Weingeistthermometern. ioz
Frierpunct ist, und Wolfens o ansden zysten Fahrenheirschen oder 4: 9— i ne» Aeaurnut scheu Grad trist. Danrit ist der loole Wölfische Gradder Wärnre eben das, was der r 5 ste Grad bry Neauinvr. Diese Vergleichungzeigt demnach, daß die vorhergehende wenig oder nichts fehlte. Wolf hat 1711gewiß nicht geglaubt, daß man, was er damals als Beweise wider die Ueberein-stimmung der Thermometer vortrug, nicht nur zum Beweise für dieselbe, sondernsogar zur Bestimmung des Verhältnisses gebrauchen würde. So viel kömmt aufdie Methode an, Vergleichungen anznftellen. Es ist nur schade, daß 1709 den1 iten und irten Jenner, da eben die strengste Kälte war, der Weingeist bis indie Kugel herunter fiel. Wir können also nichts mehr davon sagen, als daß seinThermometer unter dem i i4ten Grad der Kälte gestanden habe, welches auf>— 6 Grad unter Reaurnuus 0 ist. Nun hatte zwar Wolf einige Fensterschei-ben herausnehmen lassen, damit die Luft im Zimmer die Kälte der äußern Luftmehr annehme. Das Hilst aber nicht viel. Und so können wir die Kälte der äus-sern Luft füglich noch io bis 1 r. Grad stärker annehmen; so daß sie eher bey—r8als bey — 16 Reaumurschen Graden mag gewesen seyn.
§. l 79 -
Ich habe alle bisher angeführte Weingeistthermometer mit dem Reau-murfche» Weingeistlhermometer verglichen, und dieses dadurch znm allgemeinenMaaßstab von jenen geinacht. Ich wüßte auch nicht, warum ich ein anderes hättewählen sollen. Schon fiit einigerZeit haben Fahrenheit, a'e /'/-/e und Rcaumurdie Oberhand gewonnen. Man ist auch schon gewöhnt, die Fahrenheirischen und/'/Aschen Thermometer als solche anzusehen, die von Quecksilber gemacht wer-den; da hingegen die Reamirurschen mehrentheils von Weingeist waren, undselbst ihre Einrheilnng sich darauf gründet. Endlich hat Rraumur selbst, ohnees zu wissen, und durch einen glücklichen Jrrthum die Eintheilung so getroffen, daßseine Weingeisithermometer mir seinen Quecksilberthermometern in der Gegend deSFricrpuners einerlei) Grade zeigen. (§. rzi.) Ungeachtet man auch schon inSönveden, Lyon und England angefangen hat, zwischen frierendem und sieden-' dem Wasser 100 Grade anzunehmen, weil man überhaupt in solchen etwas will-kührlichcn Dingen gern die Decimakeintheilnng einführl; so geht doch dieses vonRcaumur nur in so fern ab, als man seht, daß seine Thermometer von Queck-silber gemacht werden. Denn nimmt man Weingeist, so werden zwischen frie-rendem und siedendem Wasser dennoch 102,6 und folglich bey niedrigerm Baro-meter roc> Reaumursche Grade herauskommen. Es paffen übrigens dieNeau-mursche Grade sehr gilt zu den Wetterbeobachtungen, und sind dabey leicht ver-ständlich. Denn man hat bey