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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
73
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Thermometer vorr Weingeist» 7z

gut gemacht, und bey den zahlreichen damit Angestellten Beobachtungen muß im-mer, so fern es sich thun läßt, aus andern Beobachtungen entschieden werden,auf welchen Grad man das siedende Wasser sehen soll. Denn nach Reaumursollte es der 8 oste seyn. Bey Nollet war er 87 und mehr. De /.c-c- seht denivoten, und es hat auch solche gegeben, wo den uzten fand. Ver-

muthlich gab es auch solche, die einen noch größer» Grad voraus setzten. DieWärme in Syrien soll bis auf den fosten Reaumurschen Grad, die in Sene-gal bis auf den Zysten Grad gestiegen seyn rc.

§. iZZ.

Auf diefe Art mußten die Reaumurschen Thermometer, worunter ganzgewiß auch viele nachgemachte waren, nach und nach alle die Klägden über sichergehen lassen, die man über die Floreutinsche überhaupt führte. (§. zz.) Descka und Martine Erinnerungen über die wesentliche Fehler, erschienen

zwar bald genug in öffentlichem Drucke. Ueberdies erinnerte Reaumur selbst,daß man den Gang des Quecksilbers, dem vom Weingeiste nicht proportionalsetzen müsse. Dessen unerachtet fuhr man getrost fort, die mit Fahrenheitschen,/'D/schen und schwedischen Gmeckfllberchermometern angestelllen Beob-achtungen auf Reaumursche, und diese auf jene nach den im §. 115. angegebe-nen Verhältnissen zu reduciren, als wenn zwischen Weingeist und Quecksilber garkein Unterschied wäre. Martine verfällt durchaus in diesen Fehler, und machteben daher seine Vergleichungstafel von 15 verschiedenen Thermometern sehr un-richtig. Braun in den blov. Lommenr. H.ca6. ?etrop. 1. VIl. nimmt zwar inseiner Vergleichungstafel mehrerer Thermometer auf den Unterschied zwischenWeingeist und Quecksilber Rücksicht, so daß er für siedend Wasser dem Reaumur -sitzen Quecksilberthermometer 8s, dem von Weingeiste aber yz Grade giebt, undeben daher den wahren Reaumurschen Weingeistthermometer nicht trist, weil die-ser wenigstens i oo Grade haben muß. Ueberdies trägt Braun der Ungleichheitdes Ganges beyder Thermometer gar nicht Rechnung» Andere Fehler in seinerTafel zu berühren, wird demnach ganz unnörhig seyn»

§. lZ4»

Das bisher gesagte betrift die Vergleichung des Quecksilbers und desWeingeistes, m Absicht auf die ungleiche Ausdehnung, so weit sie durch wirklicheVersuche hat können bestimmt werden. Ich werde nun zur Vergleichung desWeingeistes und der Luft fortschreiten. Amontons glaubt benrerkt zu haben, dassein Luftthermometer mit dem von Weingeiste zu gleichen Schritten gehe. Hievonmußte er sich allerdings voraus versichern, weil er letztem nach erstenn eimheilrn