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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
71
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Thermometer von Weingeist. ?r

inzwischeS dieses Verhältnisses und die Muschenbrvcksche Beobachtungen, odereigentlich nur die größten und kleinsten Grade eines jeden Monates iu Gradendes Neaummschen Thermometers vorzustellen.

§. 13 °.

Es folgt nun hieraus, daß wenn die Ausdehnungen des Weingeistes undQuecksilbers einander proportional blieben, der Weingeist sich in siedenden Was-ser bis auf den 87sten Reauinukschen Grad ausdehnen würde. Koller führtauch wirklich diesen Grad in seinen an, wo er erzählt, daß

in einem seiner Versuche vom frierenden zum siedenden Wasser das Quecksilber sichin lehterm in Zeit von i; Secunden um i öZv, das Wasser in einer halben Mi-nute und etlichen Secunden um der Weingeist in Zeit von 82 Secundenum iG^, und das Leinöl in Zeit von Z Minuten um seines Raumes aus-gedehnt habe. Hier trist die Angabe vom Leinöl mit Newtons Versuche(§. 1 o;.)ziemlich überein. Hingegen bleibt das Quecksilber um Th eil zurück, weil

es nach L und anderer Versuchen sich um hätte ausdehnen sollen.

(§. 114.) Vielleicht wartete Nollec der Zeit der völligen Ausdehnung nicht ganzab; und so möchten wohl auch die 87 Grade des Weingeistes um etwas ver-mehrt werden können , zumal, da Nollec die Röhren nicht ganz in das Wassergehalten hat. Indessen ist mir längst schon ein Verzeichnis von RearmiurschenGraden der Wärme vorgekommen, wo der Grad des siedenden Wassers auf 87angeseht war.

§. IZl«

Da nun Fahrenheit vom frierenden zu siedenden Wasser 180 Gradeseht, so konnte Nollet schließen, daß wenn 87 Grade 180 geben, 10 Grade soviel als 2o§ austragen werden. Dabei) würde aber steylich vergessen n ordenjeyn, daß Quecksilber und Weingeist in ihren Ausdehnungen nicht zu gleichenSchritten gehen. Dieses alles macht mir das von ?>eaumur angegebene Ver-hältnis der Grade seines Thermometers zum Fahrenheikschen so viel als unbrauch-bar. Hingegen, da er den Grad der Wärme des Leibes auf zr Grade seht, undich ihn an meinen Weingeistthermometern eben so finde, so habe ich mehr Ursache >hieraus zu schließen, daß meine Thermometer von dem seinigen bey den erstenzc> Graden wenig oder nichts verschieden seyn werden. Und daraus folgt, daßman durch das im n 9 §. erzählte Verfahren die Reairmrsche Stussenieiter ziem-lich gut treffen könne. Man sieht aber zugleich auch, daß ich, so zu sagen, ganzzufälligerweise auf ein Verfahren gekommen bin, welches man statt des Aeau-mür scheu viel mißlichem Verfahrens gebrauchen kann. Dieser Zufall har ferirrrnoch Las besonders auf sich, daß ungeachtet Reaumur den Grad des stunden

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