Thermometer von Weingeist. 67
Graden der Wärme, und selbst auch in der damaligen strengen Kälte mit einan-der, nm zu sehen, wiesern Weingeist, Quecksilber und Lust in ihrem Gange ver-schieden oder übereinstimmend sind. Luft und Quecksilber giengen ziemlich genauzu" gleichen Schrillem Aber beym Weingeiste fand sich ein sehr merklicher Unter-schied.
§. I2Z.
Die Vergleichung des Quecksilbers und Weingeistes war folgende:
Quecksilber
Weingeist.
— 15,0
— i 4,5
vor dem Fenster.
0, 0
0
frierend Wasser.
29, 7
32, 0
Wärme des Leibes im Bette.
50, o
57 , 0
schmelzend Wachs.
80, 0
I O2, 6
siedend Wasser.
Diese Vergleichung war hinreichend, um vermittelst der bekannten Einschaltungs-culeii eine Gleichung zu finden, welche alle Grade, so zwischen die beobachtetenzween äußersten fallen, mit hinreichende Genauigkeit angiebt. Und die Gleichungließ sich desto leichter finden, da beyde Thermometer bey dem Frierpunct gleichgroße Grade haben. Wenn demnach, von diesem Puncr an aufwärts gerechnet,die Grade des Quecksilbers durch g, die vom Weingeiste durch xv angedeutet wer-den, so gab die Beobachtung im siedenden Wasser an sich schon folgende Gleichung:
v — ^ -4-
102,6 — 8080. 80
st st.
Statt dieser Gleichung sollte eigentlich eine ganze Reihe angenommen werden. Daich es aber bey zwey Gliedern wollte bewenden lassen, so entstund die Frage: Obnicht besser die Gleichung
102.6 — 80 vxv,
0—V--- XVXV — V-
102.6.102.6 465,8
anzunehmen sey. Denn beyde sind auf einerlei) Beobachtungen gegründet und ge-ben für g — o, und c; — 8o, die Werthe V — o, und XV — 102, 6. DieFrage war also: welche von beyden die übrigen Grade näher angeben werde?Zu diesem Ende setzte ich in der erstem Gleichung q — 50, und erhielt v —58 , 8Z. Die Erfahrung gab v — 57,00, und demnach merklich weniger. Nunsetzte ich in der andern Gleichung ^ — 57, und erhielt q --- 50, oz. Die Er,
I -