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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
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Vorläufige Betrachtungen. zz

F Theil kaltes mischen, so werde man zwölf gleiche Stuffen von Wärme erhalten.Wolf sagt hingegen, diese Stuffen werden nicht gleich groß, sondern /ö,ß- ^ seyn. Dieses würde statt finden, wenn manE. auS i Theil

warmen Master den Ueberschnß seiner Wärme herausnehmen, und in die ii Theilkaltes Wasser bringen könnte. Dieses geht nicht an. Daher mischt Ae/m/ckz/r-den i Theil warmen Wassers mit den 11 Theilen kaltes. Die Mischung be-steht offenbar aus 12 Theilen, und auf diese wird die Warme vertheilt. Sie istdemnach in jedem Theil und nicht , wie Wolf vorgab. Ich finde auch,daß Doerhave, Martine, Richinann, ^ cke /.uc, und andere sicha>. Wolfens Urtheil nicht gekehrt, sondern die Versuche selbst angestellt haben.Es zeigte sich daraus, daß des ^ezm/ckz'zzz Vorschlag besser ausgenommen zn wer-den verdient hätte, wenn auch gleich weder eine geometrische Genauigkeit dabey ver-kommt, noch der Grad der absoluten Kälte dadurch bestimmt werden kann.

§. 97.

Mit dem Anfänge des gegenwärtigen Jahrhunderts fiengen die Thermo-meter an, ein besseres Schicksal zu erhallen. ArnoMons Verdienste darum,habe ich bereits im vorhergehenden Hauprstück angezeigt Um gleiche Zeit gabauch Newton seine Beobachtungen über verschiedene bestimmte Grade der Wärmein den knilolof'li. Iransack. jedoch nicht unter seinem Namen heraus. In Dan-zig war damals auch schon Fahrenheit mit Thermometern beschäftigt. Er hatte,wie Hanov in seinen Merkwürdigkeiten der Natur und Bunst berichtet, ei-nes vor dem Fenster hangen. Hanov fand noch das Verzeichniß, der von Fah-renheit während des kalten Winters 1709 beobachteten Grade des Thermometers.Fahrenheit zog 171z von Danzig weg, und verehrte Wolfen zwey seiner Ther-mometer, die zu Wolfens Verwunderung immer miteinander übereinstimmten.Fahrenheit fand in Holland und England bessere Aufnahme, und besonders anDoerdave einen guten Rachgeber. Auch fieng er an, seine Thermometer mitQuecksilber zu füllen, und den Grad des siedenden Wassers zum Grunde zu legen,woben er aber jedoch fand, daß dieser Grad sich nach dem Stande des Barome-ters richtet.

§. 98.

Die Frage: Ob die Grade der Ausdehnung den Graden der Wärme pro-portional seyn? veranlaßte ganz ungezwungen eine andere: nemlich, ob bey ei,ncrley Graden der Wärme die Grade der Ausdehnung bey verschiedenen Materieneinander proportional blieben. Diese Frage war nun unstreitig leichter durch Ver-suche zu bestimmen. Fahrenheit hoffte damit zu Stünde zu kommen, daß «