tragen, wird bei dem Gehen dasselbe nur wenigverändert; bei dem Laufen (cursus) hingegen.wirdder Körper so sehr vorübergebogen, dafs er immerdem Fallen nahe ist, und zugleich in die Höhegeworfen, da der hintere Fufs sich früher hebt, alsder vordere die Erde berührt hat.
Da bei dem Gehen der Fufs der rechten mitdem der linken Seite abwechselt, so entsteht ohnebesondere Aufmerksamkeit sehr leicht eine Un-gleichheit, und die Linie, welche wir im Gehenbeschreiben, ist eine Wellenlinie,, falls wir diesnicht durch grofse Aufmerksamkeit verhindern; mitverbundenen Augen kommt man sehr weit von dergraden Linie ab. Vorzüglich geschieht dies aber,wenn die Muskeln der einen Seite geschwächt sind,wo die andere den Körper stets nach sich hinzieht,so dafs eine sehr schiefe Linie beschrieben wird,ja im stärksten Fall ein Drehen entsteht.
Bei den Vögeln, von denen im vorherg. §. ge-sagt ist, dafs sie wegen ihres Uebergewichts nachvorne nicht gut stehen können, gilt auch dasselbevom Gehen, so dafs sie mehr hüpfen. Manchewackeln auch sehr im Gehen, wegen ihres schwerenKörpers, oder wegen der Stellung ihrer Füfse, wiedie Wasservögel, die Papagayen. Andere gehensehr leicht.
Da die Säugthiere auf vier' Fiifsen im Gleich-gewicht sind, so mufs ihnen das Gehen auf denHinterfüfsen immer unbequem seyn, da hierbei dasUebergewicht zu sehr nach vorne gebracht ist, und