Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
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C. Vom Geschmack.

f 282 .

Das Organ des Geschmacks (Organongustus) ist die Zunge, die aus Muskeln ungleichenUrsprungs und Verlaufs gebildet ist, wodurch sieeine so grofse Beweglichkeit erhält, dafs sie mitLeichtigkeit nach vorne, nach hinten, nach obenund nach den Seiten gebracht wird. Zu diesenMuskeln geht auf jeder Seite ein starker Nerve,der Zungenfleischnerve (hypoglossus), welcher allenoch so kleinen Bündel von Muskelfasern, vorzüg- lieh aber die des Kinnzungenmuskels (genioglossus)umschlingend, allmälich bis zur Spitze dringt, undsich zwischendurch mit dem gröfseren Zungennerven(oder Geschmacksnerven, lingualis, vom dritten Astdes fünften Paars) vereinigt. Der letztere steigtvon unten nach oben, von hinten nach vorne, undgeht, wie es scheint, ganz allein, in die dreierleikleineren Arten von Geschmackswärzchen (papillaefiliformes; conicae; fungiformes s. capitatae); dievierte, gröfseste Art (papillae vallatae) wird vondem Zungenschlundnerveh (glossopharyngaeus) ver-sorgt.

Es ist bei dem Menschen, wie bei gröfserenThieren, sehr leicht, die Nerven in die grüfsestenhalbmondförmig gestellten und aus einer Vertiefunghervortretenden, an der Basis dünnen, an der oberenfreien Fläche abgeplatteten Wärzchen zu verfolgen,