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D. Vom Geruch.
§• 288 .
Wenn der Mensch hinsichtlich des Geschmacksalle Thiere ohne Ausnahme übertrifft, so steht erhingegen im Geruch (Olfactus) sehr vielen der-selben nach; ja ihre Existenz ist grofsentheils vonseiner Vollkommenheit abhängig, während derMensch ihn unter allen Sinnen am leichtesten ent-behrt.
Die Nasenhole des Menschen (cavum nasi)zeigt auf jeder Seite drei, seltener vier weniggerollte Muscheln (conchae), die wie die Scheide-wand (septum) der Nase mit einer nervenreichen ' •Haut (tunica Schneideriana) bekleidet sind, unddas eigentliche Geruchsorgan (organon olfactus) )ausmachen. Mit jener Heile stehen auf jeder Seitemehrere Nebenhölen (sinus) in Verbindung; dieKeilbeinsholen und hinteren Siebbeinszellen, welchesich in den obersten, und die vorderen Siebbeins-zellen, die StirnheinshÖlen, und die Oberkieferhölen,welche sich sämmtlich in den mittleren NasengangÖffnen, so dafs sich nur der Thränenkanal in denunteren endigt.
Der eigentliche Geruchsnerve (nervus olfacto-rius), der sich durch seine Weichheit, durch seinendreiseitigen Körper, durch die ihm beigesellte graueSubstanz, durch sein grofses Ganglion und den Ur-sprung aus dem vorderen Hirnlappen auszeichnet,