Dritter Abschnitt.
Von. den äufseren Sinnen.
A. Von denselben überhaupt.
§. 273.
Die Sinnesorgane unterscheiden sich beidem Menschen sehr leicht von dessen anderenOrganen durch einen ihnen eigenthümlichen Bau,der sie zur Aufnahme solcher Reize geschickt macht,wie sie in der Art nirgends weiter empfunden wer-den, so dafs auch dadurch eigenthümliche Vorstel-lungen in uns erweckt werden.
Diese Kennzeichen passen auf die gewöhnlichangenommenen fünf Sinne. Wir tasten nur mitden Fingern, schmecken nur mit der Zunge, riechennur mit der Nase, hören nur mit den Ohren, sehennur mit den Augen.
Es ist wahr, das Tastorgan hat, wenn wir blosauf die Gefühlwärzchen sehen wollen, mit denengrofse Aehnlichkeit, welche an anderen Stellen Vor-kommen, und ihnen stehen wieder die der Zungesehr nahe, allein wie eigenthümlich ist nicht übrigensdas Tasto'rgan und das Geschmacksorgan, so dafsman sie zu trennen gezwungen ist, wovon späterhinbei ihnen selbst.
Es sind auch nicht blos die Sinnesorgane ver-schieden gebaut, sondern die durch sie erregtenEmpfindungen sind ebenfalls eigenthümlich, und nurmit Unrecht würde man sie mit dem allgemeinen