complanatum ob musculorum gastrocnemiorum et magni ten-donis jacturam. Hinc lata superficies nata, sub qua aliquottendineae fibrae ossibus propius inliaerentes magni tendonisofficia praestare non poterant. Hier war wohl nur eine Ver-kümmerung der Wadenmuskeln anzunehmen. Durch ihr Fehlenwäre die starke Extension der Füfse, wobei auf dem Fersenhockergegangen wird, auf keine Weise erklärt. Solche Muskeln sindnie vermifst; allein wenn hier eine Vermuthung gilt, so sollteman glauben, der kurze Zehenbeuger, vielleicht auch alle Beuger,wären gelähmt: dadurch wäre die starke Streckung erklärt, sowie die Ausdehnung und Verdünnung der Achillessehne und dieAbmagerung ihrer Muskelbäuche. Ich sehe hier in Berlin gradeeinen solchen Fall, wie ihn Palletta beschreibt, habe aber bisjetzt zur Untersuchung desselben keine Gelegenheit gefunden.Ein sonst wohlgebildeter junger Mann nämlich geht aufden Fersenhöckern, und hält die Plattiufse in die Höhe, sodafs ihre Sohlen nach vorne, ihre Spitzen aber schief nachaufsen stehen.
Anm. 2, Dafs nach Kniescheibenbrüchen Festigkeit in dasKniegelenk zurückkehrt, ist etwas Bekanntes; ich kenne hierauch einen Mann, dessen Kniescheibe in mehrere, drei bis fünfStücke zerbrochen ist, und wo auch diese von einander getrenntgeblieben sind, der Mann dessenungeachtet aber tanzen kann.Dafs aber sogar bei vorne fehlender Kniescheibe ein Gehenstattfinden kann, sollte man kaum glauben, und doch ist es so.Durch Völcker’s Güte sah ich vor mehreren Jahren ein Mäd-chen von anderthalb bis zwei Jahren, dessen Eltern sich fürdasselbe bei ihm um Hülfe verwandt hatten. Vorne war beidemselben keine Kniescheibe, und der Unterschenkel liefs sichgegen den Oberschenkel vorne zurückbeugen. Hinten war inder Kniekehle ein harter Körper, der eine kleine Kniescheibedarstellte. Gegenwärtig, soll, wie Völeker mir kürzlich sagte,wie er das Kind wieder gesehen, dasselbe ganz gut gehen.Barthez (p. 71 —73.) schildert die Nachtheile der zerbroche-nen Kniescheibe viel zu grofs.