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zu grofser Menge abgesondert, und der Thränenseedadurch überfüllt, welches bei jüngeren Personenund bei dem Weibe in jedem freudigen oder trau-rigen Affect, ja zuweilen ohne alle Veranlassunggeschehen kann, so fliefsen sie über die Wange.
Aufser der Thränenfeuchtigkeit dringt auch wohlstets von der ganzen vordem Fläche des Augapfelsund von der innern Seite der Augenlieder einedurch die hinter der Bindehaut (conjunctiva) lie-genden Gefäfse abgesonderte, wässerige (seröse)Feuchtigkeit hervor, von deren Ausartung vor-' ziiglich die Massen herzurühren scheinen, welchein der ägyptischen Augenentzündung von dem Augeherabströmen. Die Bindehaut selbst liefert sie nicht,da sie ganz der Oberhaut analog, und ohne alleDrüsen ist, obgleich ihr dieselben von einigenWundärzten zugeschrieben werden. So ist nachJ. B. Müller (^Erfahrungssätze über die contagiöseoder ägyptische Augenentzündung. Mainz 1821. 8.S. 5.) die Bindehaut, so weit sie die Augenliederüberzieht, eine drüsenreiche Schleimhaut (!), amAugapfel selbst eine seröse Haut. Ich habe durchdes Generalstaabsarztes Büttner GKte Gelegenheitgehabt, die Augen eines Mannes zu untersuchen,der ein Vierteljahr vor seinem Tode jene Augen-entzündung gehabt hätte; hier hätten sich wohl dieDrüsen vergrüfsert zeigen müssen, -wenn welche dagewesen wären; allein sie waren hier so wenig alssonst zu erblicken, doch W 2 r die Bindehaut etwa*verdickt.
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