Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
140
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Riechkolben der Thiere finden, nur dafs freilichvon den Flocken keine Nerven in das Gehörorgantreten.

Anm. 1. Ich habe im Stör (Accipenser sturio) vielleicht

zuerst geseheft, dafs der Gehörnerve kein Zweig des fünften

Paars sey,* und dessen in einer im August 1814 vor unserer

Akademie gelesenen Abhandlung erwähnt. (Abh. d. Ak. aus den

Jahren 1814 und 15. Berlin 1818* S* 173-) Treviranus

(Vermischte Schriften. 3* B. S. 52.) und Weber (S. 33-)

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haben dies aber bei vielen Fischen genau auseinandergesetzt.

Anm. 2» Die weifsen Streifen in der vierten < Hirnhöleweichen so vielfach ab, und gehen so oft gar nicht in denGehörnerven ein, dafs ich Prochaska (De structura nervorump. 1190 und den Gebrüdern Wenzel (De penitiori struct.cerebri p. 169*) völlig Leistimmen mufs, wenn sie dieselbennicht als den Ursprung des Gehörnerven ansehen, so wie ichden Letzteren auch beitrete, wenn sie (p. 183*) die daselbstvorkommenden grauen Streifen als ihm zugehörig betrachten.Es finden sich auch bei den Gebrüdern Wenzel sehr guteBemerkungen aus der Vergl, Anatomie, welche jene Ansichtbestätigen.

Man sieht schon aus der grofsen Unbeständigkeit jenerweifsen Fäden, dafs Ackermann (Klinische Annalen. Jena1805* 8* S. 96 102. Taf.) die Unache der Taubheit in derLeiche eines Taubstummen mit Unrecht darin suchte, dafs diegröfseren (!) und härteren Gehörnerver. keine zerstreuten Fädenin der vierten Gehirnhöle bildeten. Ich habe in den Leichender Taubstummen, welche ich untersuclt habe, an dem Gehör-nerven selbst nie einen Fehler gefunden; einmal fand ich dieFaden auf der einen Seite der vierten Hirnhöle weniger ent-wickelt als auf der anderen; die Person hatte aber auf keinemOhre gehört, und solcher Beispiele finflet man auch genug inden Leichen solcher Menschen, die recht $ut gehört haben.