Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
133
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Bei den skeletirten Köpfen konnte ich natür-lich nicht sehen, was jener Gang enthielte; ganzkürzlich habe ich bei einem Murmelthierkopf (odervielmehr dessen Basis, da der übrige Theil in demBalg zum Ausstopfen blieb) gesehen, dafs eineArterie durch ihn läuft ; vielleicht die meninge.lposterior.

Vorzüglich ist bei vielen Säugthieren das äufsereOhr bedacht, so dafs es oft sehr grofs und beweglicherscheint; ja die Beweglichkeit geht nicht selten soweit, dafs das Thier, z. B. ein scheues Pferd, daseine Ohr nach vorne, das andere nach hintenrichten kann. Dagegen geht es den walfischartigen,dem Walrofs, einigen Seehunden und einigen gra-benden Thieren ab. So wie die Ecke (tragus) beider grofsührigen Fledermaus sich beinahe zu einerzweiten Ohrmuschel entwickelt, ist es nach Cu vier(Lecons 2. p. 519.) die Gegenecke, welche bei derWasserspitzmaus den Gehörgang unter Wasser ver-schliefsen kann. Blumenbach (Abbild, naturhist.Gegenstände Taf. 72.) bildet hingegen eine eigeneKlappe dafür ab, und nennt sie auch so in seinerVergleich. Anatomie (2. Ausg. S. 371.). Wiederanders ist es bei der neugebornen jungen Katze,dem Hunde und der Maus, wo Kuntzmann (Ueberdas Gehörorgan blind geborner Thiere in GilbertsAnnalen B. 41. S. 384 91.) die (künftige) Spitzeder Ohrmuschel über die Oeffnung des Gehürgangsgeschlagen und damit zusammengeklebt fand, wieer es auch mir selbst gezeigt hat.