129
aure humana. Traj. ad Rhen. 1707. 4. p. 49-), nach welchendie halbcirkelförmigen Kanäle in ihren Verhältnissen zu einan-der sehr abweichen; doch fand er stets die gröbste Symmetriedarin, wenn er die beiden Gehörorgane derselben Leiche un-tersuchte.
§. 298.
i
. Unter den Säugthieren finden wir mehrereBeispiele von stärkerer, doch auch einige vongeringerer Ausbildung einzelner Theile des Gehör-organs.
Guvier (Lecons T. 2. p. 467.) führt vomMeerschweinchen (Qavia Cobaya), vom Capybaraund vom Stachelschwein an, dafs ihre Schneckeeine Windung mehr als bei dem Menschen undden übrigen Säugthieren habe, nämlich drei undeine halbe. Ich fand jenes bestätigt, und, wie sicherwarten liefs, auch denselben Bau bei dem Agutiund bei dem Paca. Bei den andern Nagern sindnur zwei und eine halbe; in den walfischartigenThieren nimmt Cuvier (ebendas.) nur anderthalbWindungen an, welches mir selbst im Meerschwein(D. Phocaena) zu wenig scheint, so dafs man eswenigstens zwei Windungen nennen kann. Dieimgeheuer grofse Schnecke des Narhwals (MonodonMonoceros) hat drittehalb Windungen.
Sehr interessant ist das verschiedene Verhältnifsder Schnecke gegen die Kanäle. Sehr klein ist diesbei dem Maulwurf und bei dem Springhasen (DipusSagitta); sehr grofs dagegen in den Walfischengegen die winzig kleinen Kanäle. Camper war
I
n.