riechende Dinge einathmer. Er leitet dies davon her, dafs nundie Geruchtheilchen nicht in der Nase gehörig anstofscn, son-dern die Luft stehen bleibt. Mir scheint es, als ob man beidem Versuch höchst unvollkommen, ja fast gar nicht einath-met, wodurch alles erklärt ist.
Aut'enrieth (Reil’s Archiv 9- B. S. 378-) erklärt jeneErfahrung, dafs man nur bei dem Einathmen rieche, wie mirscheint, zu künstlich, nämlich dafs der Geruchsnerve nur "dannEmpfindungen errege, wenn das Gehirn zusammensinkt undsich seines venösen Bluts entledigt, also nothwcndig ihm nundesto freier arteriöses Blut Zuströmen kann. So plötzlich wirdbei dem Einathmen gewifs das Blut des Geruchsnerven nichtverändert, und dadurch wieder zugleich seine Thätigkeit erhöht.Sondern diese wird ohne weiteres bei dem Einathmen in allenNerven durch die dabei stattfiadende Anstrengung (Intention)erhöht.
Ich habe einmal eine Frau secirt, wo in Folge der veneri-schen Krankheit die Choanen gänzlich verschlossen waren.Der Fall ist beschrieben in Ant. Franc. Rohowsky Piss,de choanarum oblitteratione. Berol. 1S15. 8- Otto (Pathol.Anatomie S. 203- Anm. 13.) hat einen ganz ähnlichen Fall.Dabei ist gewifs aller Geruch aufgehoben-.
§.* 294.
Dafs die Nebenholen (Sinus) an den Geruchs-empfindungen Theil nehmen, ist nicht wahrscheinlich.Desch amps der Sohn (Abhandlung über dieKrankheiten der Nasenhüle und ihrer Nebenhülen.A. d. Fr. Stuttg. 1805- 8. S. 46.) fuhrt auch einendirecten Versuch darüber an, wo nämlich stark mitKampfer geschwängerte Luft, durch eine Fistel indie Stirnhöle gebracht, keinen Geruch erregte.Richerand (Physiologie T. 2. p. 560 f anc ^ L> b en -falls von riechenden Einspritzungen in die High-