Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
116
Einzelbild herunterladen
 

\

U(i

(Diss. de vitiis nervorum organicis. Berol. 1815. 4.p. 16.) bei einem Weibe, dem der Geruch fehlte.In Ludw. Ceruttis Beschreibung der pathol.Präparate des anat. Theaters zu Leipzig (das. 1819.8- S. 208. n. 828.) wird das Gehirn eines Menschenangeführt, der nie Geruch gehabt, und wo dieGeruchsnerven, so wie die für dieselben bestimmtenFurchen am vordem Lappen des grofsen Gehirnsgänzlich fehlten, welches Rosenmüller, der zufrüh Entschlafene, in einem Programm (de defectunervi olfact. Lps. 1817. +) beschrieben hat. Schadeist es indessen, dafs in diesem Falle nicht dieMuscheln und die Scheidewand hinsichtlich ihrerNerven untersucht sind. Mir sind ein paar MalFälle aufgestofsen, wo man mir auf dem anat.Theater berichtete, die Geruchsnerven fehlten, wosie aber doch vorhanden, nur weich und zerflies-send waren. Ich bin durch lange Erfahrung sehrmistrauisch geworden, wenn vom Fehlen eines Theilsdie Rede ist. '

Anm. Davon, dafs man nur bei dem Einatbmen riecht,kann man sich sehr leicht überzeugen, wenn man die Naseüber starkriechende Dinge hält, wo man so lange nichts davonriecht, als man den Athem anhält. Diefs wufste schon Ga-lenus sehr gut, aut Versuche gestützt! de instrumento odoratus.Opp. Ed. Kühn. T. 2- p. 858- De usu partium T. 3- p- 654-Haller (El. Phys. V. p. 173.) verwirft auch mit Recht dieMeinung Derjenigen, welche bei dem Aüsathmen zu riechenglauben, Malacarfte (J sistemi p. 103- XE) giebt den Ver-such an, dafs man nichts rieche, wenn man das Gaumsegelgegen die hintern Nasenöft'nungen hält, und dabei über stark