Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
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dringt durch die zahlreichen Oeffnungen der Sieb-plalte, und verbreitet sich geflechtartig mit kurzendicken Zweigen an der inneren Seite der Schnei-derschen Haut sowohl auf der Scheidewand, als aufden Muscheln, ohne dafs man irgendwo eine Ver-ladung zwischen ihm und efen vielfachen Zweigenvom ersten und (besonders) vom zweiten Ast desfünften Paars findet, welche sich durch ihre Dünn-heit, Länge und geringere Verzweigung überallleicht erkennen lassen.

Unter diesen ist vorzüglich der Nasengaumenast(nasopalatinus Scarpae) ausgezeichnet, der vonhinten und oben nach vorne und unten durch denJacobsonschen Kanal in die Mundhöle steigt undsich im Gaumenfleisch zerästelt.

Anm. Der ebengedachte Kanal war allerdings schon früher,und namentlich dem trefflichen Nie. Stenonis bekannt, ichmochte ihn aber doch nicht nach ihm benennen, weil wir schoneinen Stensonschen Gang haben, der sich in die Mundhöleöffnet, auch Jacobson die Sache nicht blos aufgefrischt, son-dern genau dargestellt hat. Ich stimme ihm darin völlig bei,dafs dieser Kanal bei dem Menschen und dem Pferde durchdie Weichen Theile völlig angefüllt und ohne einen freien Gangist. Bei den walfischartigen Thieren ist gar keine Spur von ihmVorhanden, da sie keine Nasenhcile in dem gewöhnlichen Sinnhaben. Bei den übrigen Säugthieren hingegen bildet er einenoffenen Gang, dessen Mündung am Gaumen ich bei dem Man-dril wenigstens überaus grofs finde, obgleich Jacobson ihnbei den Affen als sehr klein angiebt. Durch ihn findet offenbareine freie Comtnunication zwischen der Mund- und Nasenhöleund eine stärkere. Verbindung zwischen dem Geschmack undGeruch statt, wie Treviranus (Biologie VI. 2830 sehr gut