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§. 287.
Die Arten des Geschmacks (Sapores) sindfast so mannigfaltig, als die schmeckbaren Körper,da man auch selbst bei einiger allgemeinen Ueber-einstimmung, z. B. im Siifsen, so viele Nuancendarin findet, dafs es an Worten dafür fehlt, undman sie nach den schmeckbaren Körpern zu be-nennen gezwungen ist. Vergl. die Anm.
Will man den Geschmack des Menschen inder gröfsten Feinheit kennen lernen, so mufs manvon geübten Schmeckern die einzelnen Jahrgängeder Weinarten nach allen ihren Eigenschaften be-urtheilen, oder in einer zusammengesetzten Arzeneidie einzelnen Ingredienzen richtig angeben hören.Hierin wird von Manchen so viel geleistet, dafsder Laye darüber staunt.
Es ist schon oben bemerkt, dafs die Thierebei der Auswahl der Nahrungsmittel sich durchden Geruch leiten lassen; wir stehen ihnen daringanz entgegen. Uns kann freilich auch ein sehrunangenehmer Geruch von efsbarcn Dingen abhal-ten, allein die mehrsten Dinge, welche wir geniefsen,haben durch die Bereitung, z. B. das Kochen, denGeruch verloren, oder er ist durch Beimischungenversteckt, und wir schmecken sie. Wir verwerfenselbst des Geschmacks wegen, was uns in der Formoder nach dem Geruch sehr annehmlich schien.Das thut kein Säugthier, sondern es läfst die ihmgiftigen Pflanzen völlig unberührt und ungeschmeckt
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