Fanginstrument; bei den Walfischen wird sie un-beweglich und warzenlos.
Wenn aber bei den Säugthieren auf diese Weiseder Geschmack sehr beeinträchtigt wird, so ist esnoch viel mehr bei den Vögeln der Fall,
Wir finden, dafs die Raubvögel kleinere Thiereganz verschlingen, und nur etwa die grofsen Federnden gefangenen Vögeln ausreifsen; wir sehen dieStelzenläufer, die Schwimmvögel die Fische, Frösche/u. s. w. ganz verschlingen; dasselbe sehen wir beiden kleineren von Insecten lebenden, wie bei denkörnerfressenden Vögeln; kurz wenn wir sie allevergleichen, bleiben gewifs nur sehr wenige übrig,von denen wir, wie von den Papagayen, ein wirk-liches Schmecken gewahr werden. Diese zerkleinernalles, z. B. den Zucker, das Obst, Brod auf dasfeinste, und wenn sie schon etwas in den Mundgenommen haben, werfen sie es wieder weg, wennes nicht schmeckt.
Betrachtet man auch ihre Zunge, so sieht man,dafs sie bei den schmeckenden Vögeln dick undfleischig und mit einigen Wärzchen versehen ist,dahingegen wird sie bei den andern hart, knorpeligoder hornartig, ja bei dem Pteroglossus ist es einewahre Feder. Sie ist bei den nicht schmeckendenVögeln oft ein Werkzeug zum Fang der Insectenu. s. w., gewöhnlich aber wohl nur zum Nieder-bringen der Nahrung bestimmt.
Bei keinem Amphibium, bei keinem Fisch istdie Zunge als Schmeck-Organ zu betrachten, und