Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
94
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(Annot. Academ. L. p. 66.) schon gezeigt, wasan der Sache ist. Nachdem man nämlich die Zungein kochendes Wasser getaucht hat, zieht man dieäufsere Oberhaut leicht ab, allein es folgt mit ihrzugleich auch von allen den hervorragenden Papillender oberste Theil der zweiten Haut, so dafs sie,wo sie auf der Zunge zurückbleibt, ein durch-löchertes Ansehen gewinnen mufs. Kehrt man aberdie abgezogene Oberhaut um, so sieht man, wieüberall da, wo sie Papillen deckte, Theile derzweiten Haut mit abgezogen sind.

Bei dem Genufs der oft sehr rauhen, mitrückwärts gekehrten Härchen bedeckten Gräser,Seggen und andern Pflanzen, war jene Bedeckungden Thieren sehr wichtig; uns wäre sie nicht blosüberflüssig gewesen, da wir keine solche Nahrunggeniefsen, sondern für den Geschmack nachtheilig.

Bei vielen Raubthieren, vorzüglich den Katzenund Beutelthieren, bei mehreren Fledermäusen u.s. w. ist ein Theil der Oberfläche der Zunge wieeine Reibe, so dafs auf wiederholtes Lecken damitBlut folgen kann; an jenem Theil der Zunge näm-lich sind die conischen Papillen in harten, hornich-ten Scheiden eingeschlossen.

Natürlich mufs bei solchen Thieren der Ge-schmack darunter leiden, da nur ein Theil derZunge dafür ausgebildet ist. Man sieht auch, wiesie ihre Beute verschlingen, und Knochen, Gräthen,Haare u. s. w. nicht achten.

Bei den Ameisenfressern wird die Zunge zum