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vermögen, falls hier nicht mehr ein Riechen, alsein Schmecken statt fand.
Ich habe nämlich bei den an mir selbst an ge-stellten Versuchen gefunden, wie leicht pine Täu-schung möglich ist. Indem man den harten Gaumen,das Innere der Backen oder andere Theile mit einerFlüssigkeit Betupft, nimmt leicht die Zunge daranTheil; verhütet man dies aber, so habe ich wenig-stens nichts geschmeckt. Wenn man ganz nachdem Gaumenvorhang etwas bringt, so schien esmir mehr ein Riechen, als ein Schmecken zu seyn,und ganz dasselbe scheint auch schon statt zu findeD,wenn ein Körper, ohne die Zunge zu berühren,längere Zeit in der Mundhöle bleibt. Wie grofsaber der Einflufs des Geruchs auf den Geschmackist, weifs Jeder, und es ist bekannt, dafs mancherleisonst sehr widerliche Arzeneien ohne unangenehmeEmpfindungen hinabgeschluckt werden, wenn dieNase fest zugehalten wird.
Es ist wohl daher sehr zweideutig, was vondem Geschmack anderer Theile, als der Zungegesagt wird.
§. 284.
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Bei den gröfseren grasfressenden Thieren findetman die Oberhaut der Zunge doppelt. Zwar hatman wohl nur die äufsere als solche, und die innerenach Malpighi’s falscher Ansicht ein Netz'(reteMalpighii) genannt, allein Albinus, bei dem mannur richtige Ansichten zu finden gewohnt ist, hat