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Mogunt. 1790. 8.) hingegen aufser der Zunge nurden weichen Gaumen.
Als Hauptbeweis dafür sieht man die nichtwenigen Fälle an, wo die Zunge ganz oder gröfs-tentheils, allein nicht der Geschmack, fehlte. Einigederselben aber beweisen wenig, so z. B. in demvon Roland de Belebat (Aglossostomographie.Saumur 1630. 8.) erzählten Fall von einem Knaben,der in den Blattern die Zunge grüfstentheils verlo-ren hatte, war doch ein Theil geblieben, dem alsonicht die Nerven geraubt waren. Dasselbe gilt vondem Fall einer angebornen Misbildung bei einerjungen Portugiesin, welche Jussieu (Mem. deFAc. de Paris 1718. P. 1. p. 6 — 14.) beobachtete,wo der kleine vorhandene Theil alle Bewegungenmachte. In dem Fall von Berdot (Act. Helvet.Vol. VIII. p. 185 — 195.) hingegen war nichts vonZunge vorhanden, allein, obgleich er angiebt, dafsdas Mädchen die Bitterkeit' des Salmiaks und dieSiifse des Zuckers geschmekt habe, so sagt er dochauch, dafs der Geschmack langsamer und schwächergewesen sey. Blumenbach (Vergleich. Anatomie.2. Ausg. S. 337.) erzählt sogar, dafs er bei einemohne Zunge gebornen Mann Versuche angestellt,der, nachdem ihm die Augen verbunden" wurden,die ihm an den Gaumen gestrichenen Auflösungenvon Salzen, Aloe u. s. w. richtig erkannte.
Dies wäre um so merkwürdiger, als die miteiner guten Zunge versehenen Menschen sonst beiverbundenen Augen nichts deutlich zu schmecken
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