haue dadurch gelitten. Wie viel, wird auch nicht gesagt, alleinwäre er auch ganz dadurch auf der Seite aufgehoben, so würdeich das für keinen Beweis gelten lassen, da ja gar nicht seltennach Durchschneidung des Stirnnerven Blindheit entsteht, ob-gleich dieser mit dem Sehnerven gar nicht zusammentrifit.
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§. 283.
Die Zunge schmeckt auf ihrer ganzen obernFläche und am Seitenrande, doch vorzüglich mitdem vordem Theile, oder an ihrer Spitze. Ja, wieschon Mehrere beobachtet haben, es ist der Ge-schmack (Sapor) derselben Körper auf dem vor-deren und hinteren Theil der Zunge nicht immergleich, sondern gewisse Geschmacksarten treten auseiner Auflösung leichter vorne, andere leichter hintenauf der Zunge hervor. Zum Theil wenigstens istdies oft unter dem sogenannten Nachgeschmackverstanden; offenbar ist hier aber eine eigene Wir-kung der verschiedenen Papillen; man könnte sogarsagen: ein Gegensatz zwischen den verschiedenenPapillen oder zwischen dem Zungennerven und demZungenschlundnerven. Mit Recht hat Autenrietli(Physiologie 3- Th. S. 112.) hierauf einen beson-deren Werth gelegt.
Die Frage: ob auch andere Theile schmecken,als die Zunge, wird gewöhnlich bejaht, doch aufverschiedene Weise. So hat z. B. P. Luchtmans(De saporibus et gustu. L. B. 1758. 4.) sehr vieleTheile der Mundhöle, ja selbst die Lippen, dieBacken als schmeckend angesehen; P. Jos. Da-niels (Gustus organi novissime detecti Prodromus.