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2,1 (1823)
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und man sieht sehr leicht, dafs sie den kleineren,die Gefäfse aber nebst dem Hautgewebe den gro-fseren Theil derselben ausmachen. In die kleinerenWärzchen verfolgt man die Nerven mit größererMühe. lieber die Wärzchen zieht sich bei demMenschen, sowohl dem Neger als dem Europäer,eine einfache zarte Oberhaut.

S. Th. Soemraerring Abbildungen dermenschlichen Organe des Geschmacks und derStimme. Frankf. a. M. 1806. fol.

Anm. 1. So grofs die Beweglichkeit der Zunge ist, sobezweifle ich dennoch, was man von den Negersklaven erzählt,dafs sie nämlich aus Ueberdrufs des Lebens sich oft dadurchtodten, dafs sie die Zungenspitze so nach hinten zurückdrückenkönnen, dafs sie dadurch ersticken. Sollte es. möglich seyn, somüfsten sie wenigstens ein sehr langes Zungenbändchen haben,auch müfste zuletzt ein Krampf hinzutreten, denn der Willevermag wohl nicht mehr die Zunge in einer so gezwungenenStellung zu erhalten, wenn Erstickungszufälle eintreten.

Zuweilen ist das Zungenbändchen bei Kindern zu kurz unddie Zunge dadurch nach unten gerollt und ausgerandet (fast wiebei den Seehunden), so dafs das Bändchen eingeschnitten odergelöset werden mufs, um der Zunge die nötliige Beweglichkeitzu verschaffen.

Bei manchen Thieren, die mit der Zunge das Wasser auf-lecken, ist, wahrscheinlich zum Gegenhalt, eine eigene rundlichenach vorne und hinten verschmächtigte (fast spindelförmige),in einer eigenen Haut eingeschlossene, zwischen den Kinn-zungenmuskeln liegende, elastische, sehr feste Sehne vorhanden.Aufser hei den zum Hundegeschlecht gehörigen Thieren, woman sie schon in alten Zeiten für einen Wurm (Toliwurm,lyssa) und als die Ursache der Hundswuth ansah, den man denHunden ausreifsen müsse, und auch wirklich lauge Zeit ausrifs,