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2,1 (1823)
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kann höchstens nur dann stau finden, wenn der Reiz sehr grofsist, z. B. ein sehr glänzendes Licht, ein sehr starker Schall,dem das Auge und das Ohr sich nicht entziehen können.Sonst mufs überall Aufmerksamkeit da seyn, und diese um sogröfser, je geringer der Reiz ist, z. B. ein sehr leiser Ton.

Ganz übertrieben aber ist die Thätigkeit der Sinnesorganevon J. Ad. Walther (Darlegung der Bedeutung der Augen-lieder, des Innern der Function des Gehörorgans etc. Lpz. 1813-g.), der durch sie das Licht, den Schall u. s. w. bilden läfst.

§. 276 .

Soll eine Vergleichung zwischen den Sinnenstatt finden, so sind wir gezwungen, den Sinn desGesichts und des Gehörs über die andern zu stellen,weil wir*in ihnen die Mittel zu unserer geistigenAusbildung besitzen. Wer einen jener Sinne vonKindheit an entbehrt, hat es allerdings schwerersich zu entwickeln, und verliert auch sonst einengroisen Theil der Freuden des Lebens, allein erkann doch ein Mensch werden, im vollen Sinn desWorts. Wer. dagegen jener beiden Sinne vonKindheit an ermangelt, der steht noch unter denThieren, ja unter den Pflanzen, weil ihm bei grofsenkörperlichen Bedürfnissen alle Mittel zur Selbster-haltung für immer versagt sind.

Der Sinn des Tastens hilft hier nicht aus; nurda kann er nützlich werden, wo Gesicht und Gehörin späterem Alter vergehen, oder wenn von beidenein geringer Grad vorhanden ist, oder wenn dasGesicht allein von Kindheit an fehlte. Ich habehingegen . ein erwachsenes Frauenzimmer gesehen,dem alle vier Extremitäten fehlten, das also gewifs